Der Eiserne Vorhang – die Wunde im Herzen des Kontinents
2. September 2026, 18:30–20:00
Der Eiserne Vorhang – die Wunde im Herzen des Kontinents
2. September 2026, 18:30–20:00
Von Norwegens Norden über die deutsch-tschechische Grenze bis zum Südkaukasus: Der Eiserne Vorhang spaltete Europa ab 1945 – in eine westliche, demokratisch verfasste Hälfte und in eine sowjetisch dominierte östliche Hemisphäre.
Beim Versuch, dieses »schwer bewachte Monstrum« im Herzen des Kontinents zu überwinden, verloren Tausende ihr Leben.
Am Beispiel von neun Ländern und von Menschen, die an der Systemgrenze den Tod fanden, zeichnet Walter Mayr, ehemaliger Leiter des Wien-Büros vom „Spiegel”, die Verwerfungen auf dem Kontinent nach.
Die Nahaufnahmen fügen sich zu einem Bild, das wie ein Menetekel auf die Krisen der Gegenwart verweist.
Das Buch „Grenzfälle. Der Eiserne Vorhang – die Wunde im Herzen des Kontinents” erscheint bei Zsolnay.
Das Gespräch mit Walter Mayr führt Christian Ultsch, stellvertretender Chefredakteur der „Presse”.
Walter Mayr, geboren 1960 im bayerischen Aichach, arbeitet seit 1990 für den „Spiegel”. Er berichtete über die Zerfallskriege in Ex-Jugoslawien wie auch über Krisenherde weltweit und leitete die Büros in Wien, Moskau und Rom. Zahlreiche Auszeichnungen, u.a. Henri-Nannen-Preis und Deutscher Reporterpreis. Sein Buch „Minenfeld Balkan – Der unruhige Hinterhof Europas” entstand 2009 gemeinsam mit Olaf Ihlau.
Abbildung von Walter Mayr © Sophia Aigner
