Kreisrunde, pupillenartige bunte Form

Der Bildgenerator

Karl Heinz Koller

2. Juli – 29. November 2026

Der Bildgenerator

Karl Heinz Koller

2. Juli – 29. November 2026
Kategorie: Vorschau

Mit technischer Brillanz und Forschergeist hat Karl Heinz Koller ein herausragendes Werk geschaffen, das mit analogen Möglichkeiten bis dahin kaum machbar Geglaubtes entstehen lässt. An digitale Bildwelten gewohnt, erscheint es mehr als überraschend, was dieser „Bildgenerator“, wie er sich selbst nannte, uns vor Augen führt.

 

Mit frühen Serien wie „One month in my Life“ (1974), Performances von Künstlern wie Johann Jascha und Bruno Demattio (1972–75) sowie einer Dokumentation zu europäischen Jugendzentren eröffnet Karl Heinz Koller bereits in seinen künstlerischen Anfängen ein weites Feld. Ab 1975 wendet er sich der Farbfotografie zu und entwickelt seine „Konfigurationen“ – hunderte kreisrunde, an Mandalas erinnernde Kompositionen, in denen er mittels Drehtisch, Mehrfachbelichtungen und gezieltem Spiel von Schärfe und Unschärfe neue fotografische Wirklichkeiten schafft. 

 

Zwischen 1989 und 1995 entsteht mit „Aus dem Palast der Unsterblichkeit – Projekt Erwin“ ein eigenständiger Werkkomplex aus 39 Notizbüchern mit Texten, Fotos und Ausschnitten. Insgesamt zeigt sich ein eigenwilliges, avantgardistisches Œuvre, das Anerkennung fand, etwa durch Kollers Teilnahme an der legendären Ausstellung „Erweiterte Fotografie“ in der Wiener Secession. Sein früher Tod verhinderte eine größere Bekanntheit; diese erste museale Ausstellung macht seine kunsthistorisch bedeutende Position nun wieder sichtbar.

 

Kurator
Berthold Ecker
Ausstellungsgrafik
Lisa Ifsits und Simon Walterer
Ausstellungsproduktion
Heimo Watzlik
Hauptsponsor
Wiener Stadtwerke
Kreisrunde, pupillenartige bunte Form
Karl Heinz Koller, Ohne Titel, 1981, Farbfoto auf Diasec, 125 x 125 cm | Foto Wien Museum © Bildrecht, Wien 2026
© 2026 Wien Museum
Österreichisches Umweltzeichen - Grünes Museum