1 Mühlbauer
Mund-Nasen-Schutzmaske, 2020
Baumwolle, Gummi, Metall
Die schwarze Schutzmaske mit Monogramm „M“ für die Hutmanufaktur Mühlbauer wurde im Rahmen der Covid-19-Pandemie-Sammelaktivitäten des Wien Museums 2020 erworben.
2 Hutsalon Modelle Maria (Inhaberin Maria Bursik)
Damenkappe, 1965 Lack, Rips
Anstelle der konservativen, althergebrachten Damenhüte trugen junge Mädchen und Frauen gerne auf einer Seite schräg abfallende Kappen, wie beispielsweise aus schwarzem Knautschlack.
3 Pumps, 1955/1960
Velourleder, Lacklederimitat
In den ersten Nachkriegsjahrzehnten galt für formelle Abendveranstaltungen die Regel „After six black“. Passend dazu präsentieren sich die Pumps aus Rauleder. Der markante Pfennigabsatz wurde auch Stiletto genannt. Der italienische Begriff beschreibt ursprünglich einen kleinen Dolch.
4 Damenstrohhut, 1895
Strohborten, Seiden-Baumwollsatinband
Der Typ des Strohhuts, ein Canotier aus steifem Stroh mit schwarzem Band, wird in Österreich als Girardi-Hut bezeichnet. Er verdankt seinen Namen dem berühmten Wiener Operettenstar Alexander Girardi. Hüte dieser Art wurden von Frauen und Männern getragen.
5 Palmroth
Schnürstiefeletten, 1978/1983
Glattleder, Metall, Viskose
Das 1928 von Pentti Palmroth gegründete Familienunternehmen steht für klassisch elegante Damenschuhe aus Finnland. Originell und typisch für die Jahre um 1980 sind die knöchelhohen schwarzen Stiefeletten mit Schnürverschluss und halbhohem Bleistiftabsatz.
6 Paraiso Boots
Boots, 1992
Leder, Metall, Gummi
Die Brushleder-Boots waren besonders in der Alternativ-Kultur der 1990er Jahre populär, als der Western- und Biker-Stil modisch sehr präsent war. Sie fallen in die Kategorie der zeitlosen, rustikalen Lederstiefel, deren Stil (ähnlich wie Cowboystiefel) auch in aktuellen Trends immer wiederkehrt.
7 Beutel (Ridikül), um 1914
Stramin, Seidengarn, Baumwollgarn
Der schwarze Ridikül mit Zugband und Veilchenbouquet-Dekor ist ein Beispiel für die feine Wiener Petit-Point-Stickerei. Ridiküls waren die Vorläufer der Damenhandtaschen. Sie waren seit dem Ende des 18. Jahrhunderts in Mode.
8 Melzer
Handtasche, 1925/1927
Straußenleder, Metall, Bernstein
Typisch für die 1920er Jahre waren flache Handtaschen ohne Henkel, die als Kuverttaschen unter dem Arm getragen wurden. Dabei fanden häufig exotische Ledersorten Verwendung, wie das Exemplar aus schwarzem Straußenleder mit seinem Verschluss aus Bernstein zeigt.
9 Taxifahrerkappe, 1950er/1960er Jahre
Leder, Metall
Die schwarze Schirmmütze aus Leder galt in den Nachkriegsjahrzehnten als das unverkennbare Markenzeichen eines jeden Wiener Taxifahrers.
10 Damensonnenschirm, Ende 1920er/Anfang 1930er Jahre
Baumwolle, Kunststoff, Holz
Der Sonnenschirm besticht durch sein florales weißes Muster auf schwarzem Grund und einen edlen Knauf aus schwarz lackiertem Holz. Bedingt durch das neue Schönheitsideal eines sonnengebräunten Teints, büßte der Sonnenschirm um 1930 seine Rolle als unverzichtbares Accessoire ein.
11 Tilbury
Schnürschuhe, 1975
Leder
Die schwarzen Schuhe bestechen durch ihre besonders schlanke Silhouette und die raffinierte doppelte Ristschnürung.
12 Handtasche, 1940er Jahre
Leder, Kunstseide, Metall
In den Kriegsjahren stellten kübelförmige Handtaschen aus schwarzem Leder mit Metallringen einen weit verbreiteten Taschentypus dar.
13 Chucks „Converse-All-Star“, 1995
Baumwolle, Gummi, Metall
Gegründet 1908 in Massachusetts/USA, setzte die Firma Converse im Jahr 1917 einen Meilenstein, der die Modewelt verändern sollte: Das Modell „All Star“ wurde erfunden. Als der Basketball-Pionier Chuck Taylor 1923 seinen Namen für die ursprünglich zum Sporteln gedachten Schuhe hergab, war eine Legende geboren.
14 T-Shirt „Vienn@“, 2016
Baumwolltrikot, bedruckt
15 P. & C. Habig
Turban mit Ring, um 1940
Kunstseidensatin
Der Turban aus drapiertem Satin mit einem zusätzlichen Ring ist ein außergewöhnliches Stück der Kriegszeit aus Wiens ältester, noch bestehender Hutmanufaktur. Heute führt Barbara Mechtler-Habig den Betrieb in fünfter Generation und fertigt im Habig Designstudio weiterhin exklusive Luxus-Hüte.
16 Ballmaske, Anfang 20. Jahrhundert
Tüllspitze, Seidentüll, Kunststoff-Flitter
Ein Hauch von Tüll und Pailletten genügte, um auf Wiens Maskenbällen unerkannt zu bleiben. Die Maske war mehr als „nur“ ein Accessoire. Sie war die Eintrittskarte in eine Nacht geheimnisvoller Flirts. Auf der traditionsreichen Rudolfina-Redoute in der Hofburg werden die Masken auch heute noch erst um 24 Uhr abgenommen. Bis dahin herrscht Damenwahl.
17 Kreuzbandschuhe, um 1825
Seide, Glacéleder, Leinen
Kreuzbandschuhe waren die typischen Damenschuhe der Biedermeierzeit. Sie waren flach, vergleichbar mit den heutigen Ballerinas, und wurden mit filigranen Seidenbändern kreuzweise um die Unterschenkel gewickelt und verknotet. Die Ledersohle war so dünn, dass sie oft in einer Ballnacht durchgetanzt war.
18 Modellhüte Jenny Kachler
„Topfhut“, um 1926
Stroh, Kunstseide, Baumwollsamt
Mitte der 1920er Jahre kam der „Topfhut“ in Mode. Er umschloss den Kopf eng und kuppelförmig und wurde tief in die Stirn gezogen. Die Augen durften geheimnisvoll halb verdeckt sein. Das Modell aus schwarzem Stroh mit Samtblättern verziert wurde im Sommer getragen.
19 H & M (Hennes & Mauritz)
Haarband, 2018
Baumwoll-Elastan-Gemisch
Der Song Flawless
der US-Sängerin Beyoncé sprach mit seiner Textzeile „Woke up like this“ vielen Fans aus der Seele: In einer Welt voller (Instagram-)Perfektion und unerreichbarer Schönheitsideale sollen wir uns unserer Einzigartigkeit bewusst werden und mehr Selbstliebe an den Tag legen.
20 Damensonnenschirm, 1890er Jahre
Baumwollspitze, Seidenrips
Zur standesgemäßen Witwenkleidung gehörte ein schwarzer Spitzenschirm, geschmückt mit Ripsmaschen.
21 Trauerschleier, Anfang 20. Jahrhundert
Seidengaze, Ajoursaum
22 Federfächer, 1880–1900
Straußenfedern, Holz, Messing
Während der Trauerzeit waren aufwändig gestaltete schwarze Fächer aus Straußenfedern oder Moiré mit mattlackiertem Holzgestänge ein unverzichtbares Accessoire.
23 Damenkappe, 1938/1945
Persianerimitat, Tüll
Die Kopfbedeckung aus Persianerimitat zeigt eine der vielfältigen und formenreichen Hutvarianten der 1930er Jahre.
24 J. Heinrich Ita
Bubenzylinder, um 1900
Seide, Wolle
Der Kinderzylinder ist ein besonders schönes Exemplar aus schwarzem Seidenfilz. Johann Heinrich Ita begann 1876 mit der Huterzeugung in der Stumpergasse 23 im 6. Bezirk. Das Unternehmen erzeugte Herren-, Damen- und Kinderkopfbedeckungen.
25 Frauenhaube, um 1870
Seide, Spitze, Samtbänder, Perlen
Es handelt sich wahrscheinlich um eine Trauerkopfbedeckung, wofür die Jet-Knöpfe am Hinterkopf sprechen. Jet wurde fast ausschließlich für die Trauergarderobe und für Trauerschmuck verwendet. Jet (Jais oder Gagat) ist ein fossiles Kohlegestein, das durch seinen samtigen Glanz besticht.
26 Handtasche, um 1940
Holz, Plexiglas, Metall, Baumwollband
Das ungewöhnliche, transparente Täschchen hat einen schwarzen Holzrahmen und Metallscharniere.
27 J. Hückel’s Söhne
Herrenhut, um 1900
Hutfilz, Ripshutband
J. Hückel’s Söhne, eine 1805 in Neutitschein/Nový Jičín (heute Tschechien) gegründete Hutfabrik, revolutionierte ab 1865 die Hutproduktion durch Industrialisierung und das Bedampfen von Filzstoffen mit Dampfmaschinen.
28 adidas
Mädchenschwimmanzug, 2000
Kunstfaser, Gummizugbänder
Der aerodynamisch geschnittene Badeanzug ist die ideale Wahl für ambitioniertes Schwimmtraining. Die adidas AG ist ein weltweit führender Sportartikelhersteller mit Hauptsitz in Deutschland. Bekannt für das markante Drei-Streifen-Design, fungiert adidas als zentraler Ausstatter im Profisport und prägt durch Kooperationen maßgeblich die globale Streetwear-Kultur.
29 Schal für junge Muslima mit Häubchen, 2011
Viskose
Der Schal wird von jungen Musliminnen anstelle eines Kopftuchs getragen. Das Häubchen darunter hält die Haare zusammen.
30 Witwenhäubchen, 1890er Jahre
Rips, Seide
Ältere Witwen trugen oft bis an ihr Lebensende die traditionelle schwarze Witwenhaube aus Rips.
31 Ballonfächer für die Trauerzeit, 1900/1910
Seidenmoiré, geschnitztes Holzgestänge
32 Handtasche, um 1910
Schwarzes Leder, Messingbügel und Messingschließe
33 Nietengürtel, 2004
Leder, Metallschnalle besetzt mit plastischen Metallstücken
Ledergürtel mit Nieten wurden und werden in verschiedenen Jugendszenen von Burschen und Mädchen getragen, gerne auch mehrere Gürtel übereinander.
34 Sie + Er
Overknee-Stiefel, um 1967
Kunstleder, Gummiband
Schwarze Overknee-Stiefel wurden gegen Ende der 1960er Jahre zum Must-have für viele junge Frauen. „Sie + Er“ auf der Mariahilfer Straße war damals eine der angesagtesten Modeboutiquen der Stadt.
35 Sergio Rossi
Slingpumps, um 1995
Glattleder, Lackleder
Die schwarzen Slingpumps von Sergio Rossi verkörpern mit ihren markanten Ristspangen zeitlose, feminin-elegante Klasse. Die Wurzeln der italienischen Traditionsmarke reichen ins Jahr 1951 zurück, als Sergio Rossi mit dem Verkauf handgefertigter Sandalen startete.
36 George, Gina & Lucy
Handtasche, 2008
Kunstfaser, Metall
Die Nylontasche mit Metallringen und Nieten stammt vom Label George, Gina & Lucy, das 2004 in Deutschland gegründet wurde. Bekannt für auffällige Designs und den bewussten „American Style“ waren solche Taschen ein Must-have in der zweiten Hälfte der 2000er Jahre.
37 Adele List
Damenhut, um 1970
Haarfilz, Ripsband
Der stilvolle Canotier aus tiefschwarzem Filz besticht durch seine markante Silhouette mit hohem Kopf und gerader Krempe. Ein seitlich geknotetes rotes Lederband mit feinen Fransen setzt einen kontrastreichen, modischen Akzent.
38 Damentrauerhut, um 1900
Krepp, Tüll, Seide
Schwarzer englischer Krepp war aufgrund seiner glanzlosen, wellenförmigen Webart der Trauerstoff par excellence. Er wurde für Trauerkleidung wie Hüte, Schleier und Mäntel am häufigsten verwendet.
39 Mädchenhaube, 1805/1810
Seidentaft, dunkelblauer Seidensatin, goldfarbene Metallspitze, Seidenripsband
Patricia Underwood
40 Damenhut, 1988
Leder
Die gebürtige Engländerin Patricia Underwood prägte in den Jahren 1976 bis 2019 von New York aus die moderne Hutmode. Ihre Philosophie: Ein Hut soll die Persönlichkeit der Trägerin unterstreichen, dabei aber stets praktisch und tragbar sein. Sie entwarf Modelle für Ralph Lauren, Óscar de la Renta, Karl Lagerfeld, Donna Karan, Calvin Klein und Marc Jacobs.
41 Reiterstiefel für Herren (Teil einer Polizeiuniform, berittene Polizei), 1920er Jahre, verändert am Schaft 1972
Leder
Traditionell sind Reiterstiefel aus schwarzem Leder gearbeitet. Bei diesem Paar wurde der Schaft von der neuen Eigentümerin erweitert, damit sie die Stiefel auch mit hineingesteckter Jeanshose bequem tragen konnte.
42 A. F. Montigand
Tanzstiefel, um 1815
Leder, Seide
Der schwarze Herren-Lederstiefel mit einem Schaft aus cremefarbenem Leder, über den ein gewirkter Seidenstoff in Schwarz gezogen wurde, vermittelte den Eindruck eines Pumps mit Seidenstrumpf.
43 Carl Hiess
Handtasche, 1960er Jahre
Eidechsenleder
In den 1960er Jahren galt eine Handtasche aus echtem Eidechsenleder in bürgerlichen Kreisen als Statussymbol. Das Stück stammt aus dem Haus Carl Hiess, einem bereits 1856 gegründeten Unternehmen, das für seine Meerschaumpfeifen, Galanterie- und hochwertigen Lederwaren bekannt war.
44 Turnschuhe, Mitte 20. Jahrhundert
Leder, Gummi, Baumwollköper
Schwarze Lederturnschuhe mit elastischen Einsätzen wurden über Jahrzehnte hinweg zum Turnunterricht in Österreichs Schulen getragen.
45 Handtasche, um 1972
Glattleder, Kunstleder, Metall
Die schwarze Lederumhängetasche mit Metallverzierungen und langem Riemen ist ein Beispiel für den Alltagsstil der 1970er Jahre. In dieser Ära der Frauenemanzipation wurden „Hands-Free“-Modelle (wieder) zum Trend und Schultertaschen konnten sich in größerem Stil etablieren.
46 Herrenhalbschuhe, 1920/1930
Leder
Der schwarze Oxford-Schuh gehörte zu einer perfekten Herrengarderobe der 1920er/1930er Jahre. Schwarz war damals die einzig akzeptable Farbe für den geschäftlichen Alltag oder für Abendveranstaltungen. Der Oxford gilt auch heute noch als eleganter Herrenschuh.
47 P. & C. Habig
Damenreithut, um 1900
Schwarzer Filz
48 Faltfächer, 1910/1920
Organza, Flitter- und Folienstickerei, Holzgestänge, schwarze Kordel mit Posamentriequaste
49 Herrenschirm/Knirps, 1960er Jahre
Kunstseide, Metall, Kunststoff
Der Knirps, ein zusammenschiebbarer Regenschirm, wurde 1928 von Hans Haupt in Solingen erfunden. Es handelte sich um den ersten Schirm mit einem Teleskopgestell. Die gesamte Schirmbranche wurde durch den Knirps revolutioniert. Und bis heute bleibt er ein beliebter Begleiter bei Regenwetter.