Robert Schaberl
15. Oktober – 12. November 1987
Robert Schaberl
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Als am Ende der 70er Jahre eine junge Generation österreichischer Maler über die heimische Kunstszene hinaus auch international Anerkennung errang, so geschah dies im Rahmen einer gesamteuropäischen Entwicklung, die das Gestische und Expressive und somit auch das Spontan-Malerische - nach einer Zeit asketisch·intellektueller Dominanz - wieder einmal als Schwerpunkt des Kunstwollens erkannte. In Österreich folgte man damit den vorgegebenen und nunmehr neu belebten Traditionen. Eine eigene, als typisch österreichisch zu bezeichnende Spielart eines weitgehend abstrakten, gefühlsorientierten Kolorismus hat sich seither entwickelt.
Auch Robert Schaberl hat die Welt durch die Farbe sehen und erkennen gelernt. In seinen Bildern brodelt und kocht es, stets sind es fließende, drängende Strukturen. Allein die Farbe ist dominante Materie und Träger aller Gestaltung. Schaberl produziert "reine Malerei", Kunst als ästhetischen Selbstzweck. Doch hinter dem verführerisch Flackernden, Berauschenden und Eruptiven, das aus den pastos aufgetragenen Farben hervorbricht, steht ein ordnender Geist, so daß sich alle Intensität als Ergebnis eines Kalüls erweist.
Schaberl inszeniert seine Wasserfälle, Lavaströme und Weltenbrände innerhalb einer barocken, doch wohlgeordneten Dramaturgie. Über den faszinierenden Farb-Katastrophen schwebt die feine Ironie eines sensiblen Ästheten.
Wolfgang Hilger
Kurzbiographie
Robert Schaberl, geboren am 9. Juni 1961 in Feldbach/Steiermark | 1979-1985 Studium an der Hochschule Mozarteum in Salzburg bei Prof. P. Prandstetter | 1985-1986 Aufenthalt in den USA | Seit 1986 als Kunsterzieher in Wien tätig.
Ausstellungsbeteiligungen
1984 und 1986 Graz, Neue Galerie | 1984 Dornbirn, Stadthalle | 1985 Branford (USA), Foyer Gallery | 1986 Dallas (USA), South West Gallery | 1987 Graz, Galerie Hoschek
Kontakt:
Gassergasse 18/19
Tel. 5566704