Peter Sengl
Schrecklich - Schön Arbeiten 1970-2001
4. Oktober – 18. November 2001
Peter Sengl
Schrecklich - Schön Arbeiten 1970-2001
Unter dem Titel "SCHRECKLICH - SCHÖN" präsentiert das Historische Museum der Stadt Wien eine Retrospektive, die die letzten drei Jahrzehnte künstlerischer Arbeit des Malers Peter Sengl umfasst. Gezeigt werden rund 50 Gemälde und 70 Arbeiten auf Papier, teils aus öffentlichem, teils aus privatem Besitz.
Peter Sengls Bildthemen kreisen um den Körper in seiner Ausgesetztheit und Verletzbarkeit, um damit zusammenhängende Wunschträume, Ängste, Phantasien, Obsessionen und Bedrängungen. Sein Figureninventar entstammt zumeist der konsumorientierten Welt der Werbung, deren offensive Auf- und Eindringlichkeit vielfach übersteigert wiedergegeben wird. Ambivalenz wird zum Programm erhoben: Frauen sind in Sengls Bildern bevorzugtes Modell, zumeist aber auch Opfer, harmlose Stofftiere kontrastieren mit grausamen Folterapparaturen und ausgeklügelten Verspannungsmechanismen.
"Sengls Arsenal sadomasochistischer Einrichtungen lässt selbst abgebrühte Naturen nicht kalt. Einer expressiv gezeichneten Wirklichkeit hat er die Persiflage hinzugefügt, die Volkskunst mutiert zu austrophiler Pop Art voller Biß und Galle". (Peter Baum, 1997)
Peter Sengl wurde 1945 in Unterbergla in der Steiermark geboren.
1963 bis 1968 studierte er an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei Professor Sergius Pauser.
Seit 1970 fanden rund 100 Ausstellungen seiner Werke im In- und Ausland (Deutschland, Italien, Niederlande, USA und Australien) statt, zusätzlich beteiligte er sich an großen österreichischen und internationalen Ausstellungsprojekten.
1971 erhielt Peter Sengl sowohl den Steirischen Kunstpreis als auch den Kunstpreis des Forum Stadtpark.
Zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher Katalog mit den Abbildungen aller Ausstellungsobjekte, sowie Textbeiträgen von Peter Baum, Michaela Knapp, Ursula Storch und Thomas Zaunschirm.