Peter Pongratz

Soulpainting 1962–1997

26. Februar – 29. April 1998

Peter Pongratz

Soulpainting 1962–1997

26. Februar – 29. April 1998
Kategorie: Archiv

"Bildernarren wie ich gehen nicht von existierenden Bildern aus. Sie erfinden neue, die es noch nie zuvor gegeben hat." (Peter Pongratz)

Diese Suche nach "neuen Bildern" wird in der Ausstellung "Peter Pongratz - Soulpainting" in Form eines repräsentativen Querschnitts der Arbeiten des Künstlers aus den Jahren 1962 bis 1997 dokumentiert.

Neben Beispielen für seine frühen "Querschnitte" und "Landschaften" sind die von Otto Breicha als "Alpen-Pop" bezeichneten "Heiligenbilder" zu sehen, gefolgt von Arbeiten aus den Werkgruppen "The Gentle Tasady", "Soulpainting" und "Das Herz der Finsternis", - letztere Peter Pongratz’ sehr persönliche Auseinandersetzung mit dem Krieg im ehemaligen Jugoslawien. Bilder aus den zuletzt entstandenen Zyklen "Kleiner Garten im Süden" und "Kinderlieder" vervollständigen die im gesamten Erdgeschoß des Historischen Museums gezeigte Schau, die aus rund 80, überwiegend großformatigen Arbeiten auf Leinwand, sowie einigen Zeichnungen und Skulpturen des Künstlers besteht.

Peter Pongratz’ eigenständige Ausdrucksweise ist naturgemäß mit der vehementen Abneigung gegenüber neuen Akademismen und Trends verbunden. Auf der Suche nach den Ursprüngen der Kreativität beschäftigte er sich vergleichsweise schon sehr früh mit der sogenannten primitiven Kunst, sowie mit der Kunst der Kinder und Geisteskranken.

Auch Pongratz’ Beziehung zu anderen Kunstformen wie Musik oder Literatur wird in seiner Malerei, die vor allem durch ihre Intensität und Unmittelbarkeit überzeugt, immer wieder deutlich.

Der im Springer-Verlag erscheinende Katalog mit rund 160, zum Teil farbigen Abbildungen enthält Textbeiträge von Brigitte Borchhardt-Birbaumer, Otto Breicha, Friedensreich Hundertwasser, Peter Handke, Elfriede Jelinek, Gerhard Roth, Wieland Schmied und Ursula Storch, sowie ein "schriftliches Gespräch" zwischen Gerhard Roth und Peter Pongratz.

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