Marlies Poeschl

Fieldwork/Homework

18. Dezember 2015 – 21. Januar 2016

Marlies Poeschl

Fieldwork/Homework

18. Dezember 2015 – 21. Januar 2016
Kategorie: Archiv

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1010 Wien, Felderstraße 6–8
1010 Wien, Felderstraße 6–8

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Fieldwork / Homework
In der Zone zwischen Field und Home, zwischen Recherche und Hausauf - gaben, zwischen Déjà vu und Imprévu (Unvorhergesehenem) spannt sich der Bogen dieser Ausstellung. Entstanden anlässlich eines Aufenthalts in Shanghai, thematisieren meine neuen Arbeiten Austausch-, Übertragungs- und Transformationsprozesse zwischen verschiedenen kulturellen Gruppen und geografisch zum Teil weit voneinander entfernten Regionen.
Ausgangspunkt des Films „Ohne Titel (verlorener Horizont)“ ist „National Culture Village“ – ein Dorf als Form gewordene Utopie des harmonischen Zusammenlebens und der gegenseitigen Anerkennung zwischen den ethnischen Gruppen Chinas. Dieses Freilichtmuseum, das außerhalb von Shanghai liegt, ist heute verlassen und wirkt wie eine Bühne ohne DarstellerInnen. Der Film spielt zwei utopische Narrationen gegeneinander aus, um langsam beides – den Zauber und die Bedrohlichkeit, die der Utopie häufig anhängen, sichtbar zu machen.
Eben jene AkteurInnen, die in „Ohne Titel“ nur imaginiert werden können, stehen im Zentrum der Videoinstallation „Practice 1, 2, 3“. Eine Gruppe von Shanghaier Tanzstudentinnen erlernt den „wéi wú r zú“, den Tanz der Uiguren, einer muslimischen Minderheit aus der autonomen Region Xinjiang. Tanzen lernen heißt in diesem Fall, die Rolle der Anderen verkörpern zu lernen, ist ein beständiges sich Erinnern und Wiederholen. Insofern ist das Erlernen dieses Tanzes vielleicht auch eine Art verkörperte Erinnerungsarbeit, in der sich das Fremde mit dem Vertrauten überlagert und vermischt. Es sind in dieser Ausstellung verschiedene Versionen derselben Geschichte zu sehen, die Unterscheidung zwischen Quelle und Übersetzung, Original und Kopie löst sich auf.
Marlies Poeschl


Kurzbiographie
Marlies Poeschl geboren 1982 in Oberndorf/S | 2014 Diplom bildende Kunst, Kunst und Digitale Medien (Akademie der bildenden Künste Wien) | 2010 Diplom Kunst und Kommunikative Praxis (Universität für angewandte Kunst Wien) und Germanistik (Universität Wien) | 2013 Initiation von Golden Pixel Cooperative, Plattform für Bewegtbild (mit Nathalie Koger und Simona Obholzer) 

Ausstellungen/Festivals (Auswahl)
2015 Balance des Invisibles, Studios Lenikus, Wien | Frozen Frame/Turning Frame, Pinacoteca, Wien | möe Sauvignon – Selection 2014/15, moë, Wien | XWR Festival, Ipati (GRE) | 2014 Experience Economy, Heribert Friedl und Marlies Poeschl, Salzburger Kunstverein, Salzburg | Edinburgh International Film Festival (GBR) | Outcasting, Artist’s Moving Image Festival, Cardiff (GBR) | Limited Access Festival, Teheran | Parallaxe 1, Susanna Flock und Marlies Poeschl, Kunstraum Memphis, Linz | 2013 In unserer Welt kann man aussteigen, MUMOK Kino, Wien

Stipendien/Auszeichnungen (Auswahl)
2015 Arbeitsstipendium des BMWFW, Lenikus-Stipendium | 2014 Atelier stipendium Shanghai (CHN) | 2013 Artist in Residence Teheran | 2012 Artist in Residence Parc St. Léger, Pougues Les Eaux (FRA) | Artist in Residence Cité internationale des Arts, Paris | Publikationen Residence Suddenly, Ceci n’est pas une résidence. Paris 2012 / Vielleicht küsst uns ja die Muse. Index zum Roman. Wien 2010 (Schlebrügge)

Kontakt:
kontakt@marliespoeschl.net | www.marliespoeschl.net Öffnet externe Seite | www.goldenpixelcoop.com Öffnet externe Seite 

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