Markus Krön
Furcht und Schrecken des Alpenvorlandes
13. Januar – 11. Februar 1999
Markus Krön
Furcht und Schrecken des Alpenvorlandes
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Eckdaten eines Curriculum vitae
Markus kommt 1970 in Salzburg auf die Welt, schon während der Schulzeit beginnt er die Geographie seiner Umgebung malerisch zu erforschen. Er spielt auch in einer Band ("Die Epikureer") und nimmt regelmäßig an einem philosophisch-künstlerischen Zirkel teil. Nach dem humanistischen Gymnasium kauft er sich eine Yamaha und zieht ins Alpenvortand (Eggenharn bei Franking in (0Ö), wohnt in einer Mühle, pflegt Kontakte mit den Einheimischen (Müller, Pfarrer, Briefträger) und beginnt mit Studien über das Alpenvortand. 1989 geht er nach Wien und vergleicht das Alpenvorland mit Österreichs größter Stadt. Zusätzlich unterzieht er sich der Ausbildung zum Restaurator an der Akademie der bildenden Künste. Studienreisen nach China und in die europäischen Nachbarländer erweitern seinen Horizont. Dann heiratet er (im Alpenvorland: Berndorf/Sbg.) und heißt ab da auch Markus Klasz. Die Geburt seiner beiden Kinder (Anna 1994 und Bibiana 1996) erfordert ein höheres als das durchschnittliche Künstlereinkommen und Markus mitbegründet 1995 das Institut für Papierrestaurierung (im Schloß Schönbrunn). Diese Ausstellung ist der Prolog zu einem großangelegten Multi-media-Projekt über das Alpenvorland. Biographin: Beatrix Zobl
Alpenvorland
Wo man hobelt, fallen Späne. Während der Eiszeit wurden die Vorlandtäler der Alpenflüsse von den riesigen Gletschern ausgehobelt. Auf einer alten Postkarte steht geschrieben: Liebe Martha! Wir sind seit drei Tagen in Salzburg. Es regnet ununterbrochen. Also sitzen wir in Kellergasthäusern und trinken das herrliche Stiegl-Bier. Die Alpen üben u.a. auch klimatl. eine Fernwirkung auf ihr nördl. Vorland aus. Eine der wichtigsten Erscheinungen ist dabei der Feuchtigkeitsstau hpts. der sommerl. von NW kommenden atlant. Luflzufuhren. Markus Krön sagt: Lagerhäuser, Thujenhecken, Einfamilienhäuser, Silos usw. betrachte ich vor allem als menschliche Zeichen in der Landschaft. Damit ergeben sich sowohl Bauernhaus-, Stadthaus- und Kirchenbaulandschaften (...), die deutlich den kulturgeograph. Reichtum gegenüber den phys.-geograph. nicht allzu abwechslungsreichen Verhaltnissen anzeigen. Alles befindet sich an dem von Menschen bestimmten Ort.
Bilder
Der Maler sucht nach den visuellen Qualitäten des kulturgeograph. Reichtums, oder besser: nach den Gefühlen, die dessen optischer Form entsprechen oder bei Betrachtungausgelöst werden. Mit Lagerhaus in den 70er Jahren etwa sind bestimmte Gefühle vertxmden. Diese Eindrücke, eingedrückt in unser Unbewußtes und Bewußtes über viele Jahre, verbunden mit Sentimentalitäten und in einer ästhetischen Prägung vorhanden, egal ob man sich gegen diese verwehrt oder nicht, konzentriert Krön in den Ausschnitten, die er für seine Bilder wählt. In diesen landschaftlichen Assoziationsketten, in denen alles - bis auf entfernte Berggipfel - domestiziert ist, tauchen nackte Menschen auf, die, entledigt ihrer zivilisatorischen Kontrolliertheit, deplaziert wirken.
Geräusche
Wolfgang Schneider / Meyers Enzyklopädisches Lexikon Beatrix Zobt
Kontakt:
Mariahiffer Straße 223115, A-1150 Wien
Tel.: 895 86 07