Mano H. Lindner
Graphische Arbeiten
17. Februar – 17. März 1988
Mano H. Lindner
Graphische Arbeiten
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Als Vertreter eines sich in den letzten Jahren vehement manifestierenden neuen plastischen Gestaltens ist Mano Lindner bereits mehrfach hervorgetreten. Seine magischen Objekte zeichnet das konsequente Bemühen aus, Form und Farbe symbolhaft zu verdichten.
Nicht weniger wichtig erscheint Lindners Auseinandersetzung mit den zweidimensionalen Medien, mit Malerei und vor allem mit der Zeichnung. Hier liegt mehr vor als das tastende Suchen eines Bildhauers, der Notizen für künftige Skulpturen sammelt. Als Zeichner ist Lindner autonom, und selbst die raumschaffende Illusion hat sich dem Primat der Fläche untergeordnet. Rätselhaftes und Verschlüsseltes liegt uns vor. In den meist kleinen Foematen konzentrieren sich dunkle Strichlagen zu baumartigen Gebilden, zu belebten Säulenformen.
Das leise Zitat, die Erinnerung an die Natur wird bewußt angedeutet, zur weiteren Interpretation verhilft nur Phantasie und Behutsamkeit.
Lindners Grafik entsteht aus intensiver Selbstbefragung. Jedes Blatt vermittelt ein höchst subjektives Empfinden, ein Befangensein im Persönlichen. Das Laute und Spekulative hat in dieser Kunst keinen Platz. Dem Wechselspiel von Ruhe und Spannung ordnen sich auch die dunklen, verhaltenglühenden Farben unter. Lindners Arbeiten sind rational kaum erfahrbar. Er fordert vom Betrachter eine Empfindsamkeit, wie er sie selbst in seine Bilder eingebracht hat.
Wolfgang Hilger
Kurzbiographie
Mano H. Lindner, geboren am 4. Oktober 1953 in Graz | 1970-1975 Besuch der Kunstgewerbeschule in Graz (Prof. 1. Pillhofer) | 1975-1980 Studium an der Akademie der bildenden Künste in Wien (Prof. Avramidis) | 1982-1984 Lehrauftrag an der Akademie der bildenden Künste | seit 1987 freischaffend
Ausstellungen
1986 Graz, Neue Galerie am Landesmuseum Joanneum | 1987 Wien, 20th Century Art
Kontakt:
1070 Wien, Lerchenfelder Gürtel 38/17
Atelier: 1090 Wien, Zimmermanngasse 7/1
Tel. 4294203