Katherina Mair

30. Mai – 28. Juni 2001

Katherina Mair

30. Mai – 28. Juni 2001
Kategorie: Archiv

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1010 Wien, Felderstraße 6–8
1010 Wien, Felderstraße 6–8

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Eine langhaarige Frau im Kleid mit Blumenmuslar - zwei Männer rechts und links von ihr, die alle ein Weinglas in der Hand halten ... Während drei von ihnen in ihrer Wein- und Gedankenwelt versunken scheinen, berührt der vierte die Frau: Illusion oder Realität? Woher kommt sie? Wen lacht sie an? Sicher ist nur, sie kommuniziert nicht mit den Männem. Wo überhaupt ist der Hintergrund? Wo befinden sie sich? Worauf sitzen sie?

Katherina Mairs Malereien haben mehr mit der gegenwärtigen DJ Sampling-Methode zu tun, als man am ersten Blick annehmen mag. Aus der Welt der Werbung, der Mode, der Märchen und des Alltags stammen ihre figurativen "Bausteine", die sie immer wieder neu platziert und arrangiert. Visuelle Gesten, Positionen und Haltungen bestimmen unsere Reaktionen gegenüber Dritten und längst schon haben wir diese Verhaltensmuster in unserem Kommunikationsrepertoire aufgenommen. Die Künstlerin antwortet auf diesen Fundus und "behandelt" das visuelle Material wie austauschbare Versatzstücke. Wir finden ein und dieselbe Figur in mehreren Werken, jedesmal in verschiedener Farbbehandlung und in unterschiedlichen Überlappungen und Ergänzungen mit anderen Figuren. Man fühlt sich an Straßeneindrücke erinnert, wo hunderte flüchtig vorbeilaufende Menschen mit den Bildern der Werbung in eine rezeptorische Konkurrenz treten. Katherina Mair bannt diese geballten Eindrücke in ihren Bildern und schichtet das visuelle Material über- und untereinander und bemalt den Bildträger von hinten und vorne. Die Wiedergabe von Raum scheint ihr dabei schlichtweg unsinnig, denn Raum hat man, wenn man sich bewegt - die Malerei muss dies nicht erfüllen. Die neuesten Arbeiten fokusieren auf Mustervorlagen von Modedesignern - eine Verführung nach bekannten Mustern?
Sablne Schaschi, Künstlerische Leiterin von Shed im Eisenwerk, Schweiz

 

 

Kurzbiographie
1973 geboren in Wien | 1993-99 Studium an der Akademie der bildenden Künste, Wien, Meisterschule für Malerei W. Hollegha, H. Schmalix und am Chelsea College of Fine Art, London | 1995, 1996, 1997 Studienaufenthalte in New York | 1997 Auslandsstipendium des Bundesminisleriums für Unterricht und Kunst, London | 1999 Arbeilsstipendium des Bundesministeriums für Wissenschaft und Verkehr

Ausstellungen (Auswahl)
1997 Ausstellung am Chelsea College of Fine Art, London | Gruppenausstellung im Parlament, Wien, "4 Meisterschulen für Malerei" | 1998 Gruppenausstellung in der Aula der Akademie der bildenden Künste, Wien | 1999 Gruppenausstellung im Kupferstichkabinett, Wien | Gruppenausstellung im Semper-Depot, Wien, Kurator: Martin Prinzhorn, "Nicht aus einer Position" | For some reason", Galerie Plank, Wien | 2000 Gruppenausstellung "Blind Date" im Semper-Depot, Wien

 

Kontakt:
3424 Zeiselmauer
Florianiplatz 8
Telefon: 02242/705 51, 0676/534 96 35

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