Harald Gfader
Skizzen-Entwürfe-Ergebnisse
29. April – 21. Mai 1987
Harald Gfader
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Kunst, die den Anspruch auf Gültigkeit erhebt, muß aus einer inneren Besessenheit erfolgen. Harald Gfader ist ein solcher Besessener, der in seinen Arbeiten permanent darum bemüht ist, sich selbst, seinen spontanen Empfindungen und Assoziationen auf die Schliche zu kommen, sie grafisch oder malerisch umzusetzen und somit zu dokumentieren. Er geht dabei nicht ohne System vor: Ein Thema wird immer wieder abgehandelt, spielerisch verfremdet, aggressiv angepackt, überprüft, wieder verworfen und letztlich auf meist wenige, kaum mehr den Ursprung erahnen lassende Elemente reduziert. Gfader arbeitet bevorzugt in Serien, die gesteuerte Entwicklungen und Arbeitsprozesse erkennen lassen. Gerade in diesen Abfolgen unterwirft sich das scheinbare Chaos des einzelnen Blattes einer höheren Ordnung, einem Konzept, das in gleicher Weise Spontanität und Meditation, impulsive Reaktion und gesteuerte ästhetische Raffinesse zuläßt.
Allein aus dieser Arbeitsweise ergibt sich eine deutliche Inhomogenität und Disparität. Jeden Stil, jede formale Bindung betrachtet Gfader als Beschränkung seiner persönlichen Möglichkeiten:
“Kunst gehört universell angewandt, die Stillosigkeit kann selbst zum Stil werden.” Gfader versteht seine Kunst als permanente Suche nach der Veränderlichkeit, Kunst als ständige Bewegung, als "pantarhei - Kunst", die der konventionellen Ästhetik nur bedingt verpflichtet sein kann. Wolfgang Hilger
Kurzbiographie
Harald Gfader, geboren am 30. September 1960 in Feldkirch/Vorarlberg | 1975-1983 Besuch der Textilschule in Dornbirn, Matura | 1983-1985 als Textildesigner in den USA tätig | Seit 1985 an der Hochschule für angewandte Kunst bei H. Tasquil
Kontakt:
1040 Wien, Danhausergasse 3
Tel. 6562135
6800 Feldkirch, Böschenmahd 30