Hans Scheugl

Die Fotografien des Filmemachers

15. November 2012 – 17. März 2013

Hans Scheugl

Die Fotografien des Filmemachers

15. November 2012 – 17. März 2013
Kategorie: Archiv

Als Filmemacher ist Hans Scheugl (geb. 1940 in Wien) seit den 1960er-Jahren international bekannt. Seine Arbeiten umfassen Avantgarde- und Dokumentarfilme sowie Aktionen des Expanded Cinema. Auch als Theoretiker und Autor trat er hervor. Gemeinsam mit Ernst Schmidt jr. leistete er mit dem Lexikon des Avantgarde-, Experimental- und Undergroundfilms Eine Subgeschichte des Films (1974) Pionierarbeit. Kaum bekannt ist hingegen die Bedeutung der Fotografie in seinem Werk.

Die Ausstellung konzentriert sich auf die frühen Fotografien, die vor 1966 und somit vor den ersten Filmarbeiten entstanden sind. Hier lässt sich bereits erkennen, dass sich Scheugls Ansätze in beiden Medien überschneiden. Licht und Schatten setzt er in den ersten Porträts zeichenhaft ins Bild. Das Szenische der nächtlichen Wien-Bilder geht über in das Situative der zeitlich daran anschließenden Reiseaufnahmen. In den Fotografien wie dann im konzeptuellen Film war Scheugl bestrebt, "den Wirklichkeitsraum zu erweitern". Im Kontext der Fotografien sind auch Scheugls früheste Filme, der kaum bekannte Erstling Miliz in der Früh (1966) und Wien 17, Schumanngasse (1967), zu sehen.

Einen Eindruck von Scheugl als genauem Beobachter Wiener Milieus geben drei Serien aus den 1970er-Jahren: Sie entstanden im Überschwemmungsgebiet an der Donau und in Wiener Kommunen. Diese Fotografi en wurden 2011 vom Wien Museum erworben.

Kuratorin:
Lisa Wögenstein

Grafik:
Olaf Osten

  • „Die wiederentdeckten frühen Fotografien des wesentlichen Wiener Filmkünstlers Hans Scheugl reizen die Imagination."
    Die Presse
     


  • „Das Wien Museum zeigt den Wiener Regisseur Hans Scheulg als kreativen Fotografen, als Meister der Momentaufnahme und der inszenierten Bilder."
    Kronen Zeitung


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