Gabriele Sturm
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14. November – 13. Dezember 2001
Gabriele Sturm
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Do I know you from somewhere?
Meine Arbeit ist der Versuch einer Annäherung an das Konstrukt "Natur "- etwas, das mir bekannt scheint und doch immer anders ist. Ich beobachte, lerne, bin überrascht, erfahre ein stark adrenalinhaltiges Mischgefühl, erlebe Hitze, Kälte, Nässe, es wird dunkel (wo ist der Lichtschalter?). Interessant für mich ist das Ineinandergreifen der gängigen Vorstellungen von "Natur" und "Künstlichkeit". Erlebniswelten, Ersatzorte. Meeresstrände ohne Salzwasser,
Abenteuer mit Sicherheitsgurt. Sehnsuchtsreservate1) .
Die Kulturlandschaft wächst zu einem nach Unseren Ideen, Sehsüchten, Ängsten gemachten Projektionsfeld, wird noch ausgeprägter zum sozialen und kollektiven Konstrukt. Die Landschaft ist zu einem Arrangement von Elementen geworden. Ich designe meine eigene Welt, so wie es mir gefällt. Die artifiziellen Erlebnisräume stehen im Gegensatz zu einer Begegnung mit etwas "Anderem", Unbekanntem und damit einer Art Wachstumsprozeß und Dialog. Diese neuen Topoiproduzieren das Vertraute und Gewohnte. "Maßgebliches Kriterium für die Glaubwürdigkeit einer (inszenierten) Realität ist die Konstruktion eines kohärenten Bildes."2 Hier wird der Blick auf das Fremde der Realität, welches durch die Codes, die wir uns von ihm gemacht haben, geprägt. Die Wahrnehmung der Wirklichkeit als Ein-bild-ung steht zur Diskussion.
Gabriele Sturm
1 "Das Panorama des 19. Jahrhunderts war die Dokumentation von Sehnsucht und ihrer Sehnsucht, zumindest von dem, was die Leinwand versprach, (...) Die Sehnsucht der Sehsucht war mit der Architektur dieses Gebäudesverkörpert. Der Besucher wurde in eine andere Welt geführt, die Architektur hatte die Aufgabe, diese andere Welt von der Außenwelt abzuschließen, vor allem aber dorthin zu leiten. (...) Aber mehr und mehr entstanden auch in der Provinz die Bedürfnisse des bürgerlichen Stadtpublikums, die Organisatoren und die Maler kamen diesem Bedürfnis zuvor mit vielen mobilen, weniger aufwendigen Kleinpanoramen, die von Ort zu Ort zogen und flächendeckend Information und Unterhaltung zu erschwinglichen Preisen für ein größeres Publikum liefern konnten." (Sigrid Hauser, in: Walter Niedermayr: "Reservate des Augenblicks", 1998, S. 921.)
2 Michael Shamiyeh, in: ,,(un) reale Welten", Architektur aktuell 4/2001 , S. 122
Kurzbiographie
Gabriele Sturm | 1968 in Lienz/Osttirol geboren | 1986 -1990 Psychologiestudium in Salzburg und Klagenfurt | Diplom 1995 in Salzburg | 1987 Internationale Sommerakademie in Salzburg (G. Hoke) |1990-1998 Tätigkeit als Psychologin, Fortbildung zur Gesundheits- und Klinischenpsychologin | 1995 Internationale Sommerakademie in Salzburg (H. Nitsch) | 1995 - 2000 Malerei und Grafik (M. Prachensky) an der Akademie der bildenden Künste in Wien, Diplom 2000 | ab 2000 Bildhauerei (H. Zobernig) an der Akademie der bildenden Künste in Wien | 2000-2001 Werkauftrag der Stadt Wien für das Jahresbild in der U-Bahnstation Schottentor | 1997 Preisträgerin beim Josef Mikl-Wettbeweb
Ausstellungen (Auswahl)
1995/96 Wandmalerei, Firma Ott in Lambach (OÖ) | 1997 "Europa Sehen", Galerie Insam, Wien | 1999 "malzeit", Akademie der bildenden Künste, Wien | "Malerei", Meisterklasse Prachensky, Wirtschaftskammer Österreich, Wien | "Nicht aus einer Position", kuratiert von Martin Prinzhorn, Semperdepot, Wien | 2000 "aussen-innen", Galerie Holzer, Villach | "block", Apex Art, New York, USA | "Junge Kunst 2000", Dorotheum Wien | ,,99/00. Zeit im Bild", kuratiert von Kasper König und Martin Fritz, Semperdepot, Wien | "content providers", Galerie Weinberger, Kopenhagen, DK | "ja, natürlich!", Galerie Holzer, Villach | 2001 "That's New!", IG Bildende Kunst, Wien | "tre pittori da Carinthia", Kunstverein Udine, Udine | "Soho in
Ottakring", Wien
Kontakt:
Stolzenthalergasse 6
1060 Wien
Tel. 0676/421 9228
sturmgabi@hotmail.com