Franz West sitzt auf einem Stuhl und blickt nach oben, um seinen Hals ist ein skulpturales weißes Rohr geschlungen

Franz West und Wien

6. November 2026 – 2. Mai 2027

Franz West und Wien

6. November 2026 – 2. Mai 2027
Kategorie: Vorschau

Franz West ist einer der wenigen österreichischen Künstler, der bereits zu Lebzeiten Weltruhm erlangte. Sein facettenreiches, manchmal auch polarisierendes Œuvre wurde in zahlreichen Ausstellungen von Wien bis New York umfassend präsentiert und 2011 auf der Biennale Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet. 

 

Albertina Modern und Wien Museum widmen dem Künstler, der am 16. Februar 2027 80 Jahre alt geworden wäre, zwei Einzelausstellungen, die gemeinsam eröffnen werden.

 

Im Wien Museum steht Franz Wests Heimatstadt im Fokus. Wien inspirierte und irritierte den Künstler gleichermaßen. Er begriff die Stadt nicht nur als Bühne, sondern als Material. Von Farbtönen der Nachkriegsfassaden über Anspielungen auf die Wiener Moderne bis hin zu ironischen Reflexen auf Freud, Wittgenstein oder die hermetische Wiener Kunstszene finden sich Spuren der Stadtgeschichte in seinem Werk.

 

Der Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf der künstlerisch prägenden Zeit, von den späten 1960er bis in die frühen 1980er Jahre. Prominente, sowie bislang weniger bekannte Werke werden mit biografischen und historischen Hintergründen verknüpft, wodurch sich neue, nicht selten amüsante Einblicke in die Kunst von Franz West ergeben: So versteckt sich in einem der Schlüsselwerke der Ausstellung, Zitat (1985), Wests Jugendbett aus dem Karl-Marx-Hof unter Zinnfolie. Die Kinderzimmertapete seines Halbbruders Otto Kobalek findet sich in einer frühen Collage wieder.

 

Parallel zur Ausstellung im Wien Museum öffnet das Atelier Franz West im 3. Wiener Gemeindebezirk seine Türen. Es war von 1996 bis 2012 Wests letztes Atelier. Die Kunstwerke von West und Weggefährt:innen, die der Künstler in der Küche arrangiert hatte, werden anlässlich des Jubiläumsjahres neu installiert. Dieselbe Küche diente als Vorlage für den sogenannten Parapavillon Extroversion, der 2011 auf der Biennale Venedig installiert wurde. Ein Modell der Extroversion im Maßstab 1:10 wird im Wien Museum zu sehen sein.

 

 

Kurator:innen
Vincent Weisl, Judith Nicka-Stöckl
Ausstellungsarchitektur
Marina Faust
Ausstellungsgrafik
Willi Schmid
Ausstellungsproduktion
Heimo Watzlik
Kooperationspartner
Franz West Privatstiftung
Hauptsponsor
Wiener Stadtwerke
© 2026 Wien Museum
Österreichisches Umweltzeichen - Grünes Museum