Mag. Andreas Gruber
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- Papierrestaurator
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- andreas.gruber@wienmuseum.at
Ausgangspunkt dieses Forschungsprojekts ist eine Ansichtskarte vom August 1896, die den Staatsbesuch des russischen Kaiserpaares Nikolaus II. und Alexandra Feodorowna in Wien dokumentiert. Eine handschriftliche Mitteilung auf der Karte eröffnet neue Perspektiven auf dieses diplomatische Großereignis und auf den letzten öffentlichen Auftritt Kaiserin Elisabeths ("Sisi") in Wien vor ihrer Ermordung im Jahr 1898.
Das Projekt untersucht das Potenzial von Ansichtskarten als historische Quellen. Im Zusammenspiel mit Fotografien, zeitgenössischen Zeitungen und archivalischen Dokumenten lassen sich Ablauf und Inszenierung des Kaiserbesuchs ebenso rekonstruieren wie individuelle Wahrnehmungen und Erinnerungen. Zugleich wird der Staatsbesuch als Medienereignis betrachtet: Er fiel in die Frühphase der Fotografie als Massenmedium und in die Anfänge der Kinematografie.
Anhand eines einzelnen Sammlungsobjekts zeigt das Projekt, wie sich größere Zusammenhänge der Stadt-, Medien- und Kulturgeschichte erschließen lassen und welchen Beitrag die Ansichtskartensammlung des Wien Museums zur Erforschung der visuellen Kultur Wiens leistet.
Einen Beitrag zum Projekt im Wien Museum Magazin finden Sie hier:
https://magazin.wienmuseum.at/eine-ansichtskarte-mit-kaiserlicher-ueberraschung