Horrorlesung – Valerie Fritsch „Winters Garten“
15. April 2027, 18:30–19:30
Horrorlesung – Valerie Fritsch „Winters Garten“
15. April 2027, 18:30–19:30
100 Werke der bildenden Kunst bilden die Kulisse für außergewöhnliche Autorenlesungen. Vom Alltagshorror bis zur Umweltdystopie, von Geistergeschichten bis zum Psychothriller – die Horrorlesungen im musa bringen Literatur, Grauen und Publikum auf eindringliche Weise zusammen.
Valerie Fritsch liest aus „Winters Garten“
Sprachmächtig und in sinnlichen Bildern erzählt Valerie Fritsch von einer Welt zwischen Paradies und Weltuntergang.
Winters Garten, so heißt die idyllische Kolonie jenseits der Stadt, in der alles üppig wächst und gedeiht, die Pflanzen wie die Tiere, in der die Alten abends geigend auf der Veranda sitzen, die Eltern ihre Säuglinge wiegen und die Hofhunde den Kindern das Blut von den aufgeschlagenen Knien lecken.
Winters Garten, das ist der Sehnsuchtsort, an den der Vogelzüchter Anton mit seiner Frau Frederike nach Jahren in der Stadt zurückkehrt, als alles in Bewegung gerät und sich wandelt: die Häuser und Straßenzüge verfallen, die wilden Tiere in die Vorgärten und Hinterhöfe eindringen und der Schlaf der Menschen schwer ist von Träumen, in denen das Leben, wie sie es bisher kannten, aufhört zu existieren.
„Ein großartiges Buch, ein Spiegel der Zeit und dabei völlig anders als andere Dystopien – wer hätte gedacht, dass Verfall auf solch wunderschöne Art gemalt werden kann?“ urwort.com
Valerie Fritsch (*1989 in Graz) lebt in Graz und Wien. Beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb 2015 wurde sie mit dem Kelag-Preis und dem Publikumspreis ausgezeichnet. 2020 erhielt sie den Brüder-Grimm-Preis für Literatur. Ihre Romane bewegen sich zwischen poetischem Realismus, Katastrophenszenarien und phantastischen Elementen. Sie veröffentlicht im Suhrkamp Verlag.
Abbildung von Valerie Fritsch © oxyblau/Suhrkamp Verlag
