Johan Hartle – Architektur und Ideologie im Roten Wien
3. Dezember 2026, 18:30–20:00
Johan Hartle – Architektur und Ideologie im Roten Wien
3. Dezember 2026, 18:30–20:00
Das Rote Wien gilt als eine der großen sozialpolitischen und architektonischen Errungenschaften der Stadt. Doch hinter diesem historischen Erfolgsmodell verbergen sich politische Widersprüche, die in der heutigen Erinnerung oft zu kurz kommen.
In seinem neuen Essay Die Sichtbarkeit des Proletariats untersucht Johan Hartle, Rektor der Akademie der bildenden Künste Wien, das Verhältnis von Architektur, Ästhetik und Politik im Roten Wien.
Wie sollte der kommunale Wohnbau zur Veränderung der Gesellschaft beitragen? Welche Vorstellungen vom Leben der Arbeiter:innen kamen darin zum Ausdruck? Und wie vertrug sich der Anspruch, den Kapitalismus zu überwinden, mit der Integration des Proletariats in die bestehende Gesellschaft?
Hartle eröffnet einen neuen, philosophisch fundierten Blick auf die Architektur und die politischen Ambitionen des Roten Wien.
Die Sichtbarkeit des Proletariats. Architektur und Ideologie im Roten Wien erscheint bei Mandelbaum.
Das Gespräch mit Johan Hartle führt Matti Bunzl.
Johan Hartle ist Rektor der Akademie der bildenden Künste Wien. Lehr- und Forschungstätigkeiten u. a. in Münster, Amsterdam, Rom, Karlsruhe und Hangzhou. Publikationen (Auswahl): Der geöffnete Raum (2006), Aesthetic Marx (2018, hg. mit S. Gandesha), Universale Vermittlung (2025, mit G. Schweppenhäuser).
Abbildung von Buchcover John Hartle, Die Sichtbarkeit des Proletariats © Mandelbaum Verlag
