Robert Menasse – Der Schein trügt
14. Januar 2027, 18:30–20:00
Robert Menasse – Der Schein trügt
14. Januar 2027, 18:30–20:00
Ein Mann entdeckt seinen eigenen Grabstein. Ein Stimmenimitator gibt sich als Bundeskanzler Bruno Kreisky aus und führt damit halb Österreich an der Nase herum. Und ein Literaturstudent erlebt im Café Bräunerhof Thomas Bernhards letzten großen Skandal.
In seinem neuen Erzählband Der Schein trügt spielt Robert Menasse virtuos mit Wirklichkeit und Täuschung, Komik und Tragik. Für seine dreizehn Geschichten hat er sich jeweils einen Titel von Thomas Bernhard geborgt und daraus etwas ganz Eigenes gemacht.
Scharfsinnig, überraschend, manchmal abgründig und immer mit einem liebevollen Blick auf menschliche Schwächen. Kein falscher Bernhard, sondern ein echter Menasse.
Robert Menasse, 1954 in Wien geboren, zählt zu den bedeutendsten österreichischen Schriftstellern der Gegenwart. Zu seinen wichtigsten Werken gehören die Romane Selige Zeiten, brüchige Welt (1991), Schubumkehr (1995), Die Vertreibung aus der Hölle (2001), Don Juan de la Mancha (2007), Die Hauptstadt (2017) und Die Erweiterung (2022). Daneben hat er zahlreiche Essays und politische Schriften veröffentlicht, darunter Das Land ohne Eigenschaften (1992) und Die Welt von morgen: Ein souveränes demokratisches Europa (2024). Für sein literarisches Werk wurde Menasse vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Joseph-Breitbach-Preis (2002), dem Erich-Fried-Preis (2003), dem Heinrich-Mann-Preis (2013) und dem Max-Frisch-Preis (2014). Für seinen Roman Die Hauptstadt erhielt er 2017 den Deutschen Buchpreis, für Die Erweiterung 2023 den Europäischen Buchpreis.
Abbildung von Robert Menasse © Rafaela Pröll/Suhrkamp Verlag
