BAU STELLE ANTISEMITISMUS tourt im Grätzl
10. September 2026, 18:30–20:30
BAU STELLE ANTISEMITISMUS tourt im Grätzl
10. September 2026, 18:30–20:30
Auf diesem Grätzlspaziergang mit der BAU STELLE ANTISEMITISMUS erkunden wir Geschichten des Weißgerberviertels. Wir setzen uns mit diesen Geschichten auseinander und assoziieren dazu und schaffen neue Verknüpfungen. Sie reichen vom vielfältigen jüdischen Leben bis zur sprichwörtlichen „Hetz“ – die man sich nicht nur im barocken Hetztheater machte.
Wir besuchen die Hinrichtungsstätte an der heutigen Weißgerber Lände, wo Erzherzog Albrecht V. im Jahr 1421 rund 200 Jüdinnen und Juden verbrennen ließ. Und wir entdecken den Kolonitzplatz, der 1873 nach Erzbischof Leopold Karl von Kollonitsch benannt wurde, einem Geldgeber des Krieges gegen das Osmanische Reich im Jahr 1683, der die Juden Ungarns als ein „allerorten eingewurzeltes schädliches Unkraut“ bezeichnete.
Das Projekt BAU STELLE ANTISEMITISMUS wird gefördert von der Stadt Wien Kultur (MA 7), im Rahmen des Calls „Zeitgemäße Formen des Erinnerns“ (2024). http://baustelle-antisemitismus.at
Abbildung von Carl Rahl , Leopold Graf Kollonitsch führt nach der Belagerung Wiens im Jahr 1683 die Kinder der ermordeten christlichen Gefangenen aus dem verlassenen türkischen Lager, 1853, Foto: Birgit und Peter Kainz, Wien Museum
