Josef Frank als Literat
24. November 2026, 18:30–20:00
Josef Frank als Literat
24. November 2026, 18:30–20:00
Ein neues Buch versammelt zwei bislang unveröffentlichte literarische Texte aus dem Nachlass des Architekten, Designers und Theoretikers Josef Frank.
Der Band „Die Friedenskonferenz / Die vier Freiheiten” steht in der Tradition der klassischen Phantastik, wie sie etwa bei Karel Čapek, Stanisław Lem oder den frühen Jorge-Luis-Borges-Erzählungen zu finden ist – Literatur, die politische Realität mit spekulativen, spielerischen und satirischen Elementen verbindet.
Der Kriminalroman „Die Friedenskonferenz”, 1941/42 verfasst, führt auf eine fiktive Karibikinsel am imaginären Ende des Zweiten Weltkriegs. Inmitten diplomatischer Verhandlungen entspinnt sich eine spannungsreiche Handlung, gemischt aus Spionage, Mordfällen und einer ungewöhnlichen Liebesgeschichte.
Der zweite Text, „Die vier Freiheiten”, setzt sich satirisch mit Roosevelts berühmtem Programm auseinander. Frank verwandelt die politischen Leitbegriffe in ein phantastisch-ironisches Spiel über Macht, Freiheit und menschliche Vorstellungskraft – ein literarischer Fund, der überraschend zeitgenössisch wirkt.
Abbildung von Josef Frank, Foto: Lennart Nilsson, courtesy of the Svenskt Tenn Archive.
