Wem gehört Wien?
18. Oktober 2026, 14:45–15:45
Wem gehört Wien?
18. Oktober 2026, 14:45–15:45
Seit den 1950er Jahren prägte das Leitbild der „aufgelockerten Stadt“ die Stadtplanung. Vor dem Hintergrund des Wiederaufbaus und des wachsenden Autoverkehrs entstanden neue Straßen, Parkplätze und Verkehrsachsen – Ausdruck der damaligen Vorstellungen von einer modernen, zukunftsfähigen Stadt.
Ab den 1960er Jahre begann sich Widerstand zu regen: Künstler:innen, Bürgerinitiativen und Hausbesetzungen machten auf die Qualitäten gewachsener Stadtviertel und des öffentlichen Raums aufmerksam.
Aus diesem Spannungsfeld entwickelte sich schließlich die international beachtete „sanfte Stadterneuerung“ der Gründerzeitviertel.
Bei einem Rundgang werfen wir einen Blick auf 70 Jahre Stadtplanung in Wien und diskutieren, wie sich Vorstellungen einer lebenswerten Stadt verändert haben – und welche Bedeutung öffentlich zugänglicher, konsumfreier Raum heute hat.
Abbildung Fotoserie „Transformationen des öffentlichen Raums": Plädoyer für Grünraum statt Parkplätze: „Cabriobeet", 9., Sobieskigasse, Foto: Klaus Pichler, Wien Museum
