Lisz Hirn – Gehorchen
22. September 2026, 18:30–20:00
Lisz Hirn – Gehorchen
22. September 2026, 18:30–20:00
Autoritäre Strömungen haben weltweit Konjunktur. Die einen jubeln über deren triumphale Rückkehr, die anderen sind besorgt über die zunehmende Obrigkeitshörigkeit der Massen. Von Sigmund Freud über Erich Fromm, von Hannah Arendt bis Slavoj Žižek: Philosophie, Psychoanalyse und Politik fragen seit jeher nach dem Wesen und der Legitimation von Autorität.
In ihrem neuen Buch “Gehorsam” stellt die Philosophin Lisz Hirn die zentrale Fragen in diesem Zusammenhang Was bedeutet eigentlich autoritär? Welche Formen des Autoritären lassen sich unterscheiden? Wen erkennen wir als Autorität an und wem unterwerfen wir uns freiwillig?
Gibt es ein Recht zu gehorchen oder eine Pflicht zum Widerstand? Wenn es stimmt, dass Autorität notwendig ist, dann reicht es nicht, sie pauschal abzulehnen. Wir müssen verstehen, wem wir wann gehorchen müssen.
Das Buch Gehorsam. Über das Wesen der Autorität erscheint bei Zsolnay.
Lisz Hirn, geboren 1984, studierte Philosophie und Gesang in Graz, Paris, Wien und Kathmandu. Sie arbeitet als Publizistin und Philosophin in der Jugend- und Erwachsenenbildung, u. a. am Lehrgang „Philosophische Praxis” der Universität Wien. Bei Zsolnay erschien 2023 „Der überschätzte Mensch. Anthropologie der Verletzlichkeit”. Weitere Publikationen: „Wer braucht Superhelden” (2020)
und „Macht Politik böse?” (2022).
Abbildung von Lisz Hirn. Foto: Zsolnay
