Die Donauinsel – Ingenieurkunst im Hochwasserschutz
2. Juli 2026, 18:30–20:00
Die Donauinsel – Ingenieurkunst im Hochwasserschutz
2. Juli 2026, 18:30–20:00
„Donauinsel“, „Neue Donau“, „Entlastungsgerinne“ oder „Bemessungshochwasser“. Begriffe, die im Wiener Alltag präsent sind – deren technische Bedeutung jedoch oft im Hintergrund bleibt.
Wie funktioniert jenes System, das Wien vor den Wassermassen der Donau schützt? Welche Rolle spielen Wehranlagen, Durchflusskapazitäten und die gezielte Umleitung des Stroms? Und wie wurde aus einer hochwassergefährdeten Flusslandschaft ein präzise gesteuertes Schutzsystem für eine Millionenstadt?
Diesen Fragen widmet sich Thomas Kozuh-Schneeberger von der Magistratsabteilung 45 (Wiener Gewässer) in einem Vortrag, der die Entstehung der Donauinsel aus der Perspektive des Hochwasserschutzes beleuchtet.
Wie wirksam dieses System ist, zeigte sich zuletzt beim Hochwasser im September 2024: Während die Donau dank Donauinsel und Entlastungsgerinne unter Kontrolle blieb und große Wassermengen gezielt abgeführt werden konnten, stieß der Wienfluss an und über seine Grenzen.
Ein Vortrag, eine kurze Filmvorführung sowie eine anschließende Frage-&-Antwort-Runde machen sichtbar, wie präzise abgestimmte Ingenieurleistungen im Hintergrund wirken – oft unbemerkt, aber im Ernstfall entscheidend für die Sicherheit der Stadt.
Thomas Kozuh-Schneeberger ist Ingenieur und Experte für Wasserbau bzw. Hochwasserschutz. Er arbeitet bei der Stadt Wien in der Magistratsabteilung 45 (Wiener Gewässer), wo er insbesondere in der Öffentlichkeitsarbeit tätig ist. Sein Schwerpunkt liegt dabei auf der Vermittlung komplexer technischer Zusammenhänge zwischen Wasserbau, Stadtplanung und Katastrophenschutz.
Abbildung von Die Donauinsel, Foto: Klaus Pichler, Wien Museum
