Schiele oder Peschka? Restaurierung als Detektivarbeit
9. September 2026, 18:30–20:00
Schiele oder Peschka? Restaurierung als Detektivarbeit
9. September 2026, 18:30–20:00
Im Zuge der Arbeit an der Ausstellung „Schiele & Peschka. Eine Familienaufstellung” haben sich überraschende, neue Einsichten ergeben, die zentrale Fragen der Schiele-Forschung neu beleuchten.
Karin Maierhofer, Gemälderestauratorin am Wien Museum, gibt in dieser Veranstaltung Einblick in ihre Untersuchungen an ausgewählten Werken aus der „Sammlung Peschka“. Im Zentrum steht dabei ein lange diskutierter Verdacht: Könnte Anton Peschka, bester Freund und Schwager von Egon Schiele, einzelne Werke Schieles nach dessen Tod überarbeitet haben?
Anhand restauratorischer Befunde, materialtechnischer Analysen und bislang wenig beachteter Details wird nachvollziehbar, wie sich dieser Verdacht erstmals konkret überprüfen ließ – und welche Schlüsse sich daraus für den Umgang mit Schieles Werk ziehen lassen. Die Ergebnisse werfen ein neues Licht auf Fragen von Autorschaft, Nähe und künstlerischer Loyalität innerhalb eines familiären und freundschaftlichen Gefüges.
Begleitet wird das Gespräch von Ursula Storch, vormalige Vizedirektorin des Wien Museums und Kuratorin der Ausstellung, die die neuen Erkenntnisse in den größeren Kontext der „Sammlung Peschka“ und ihrer Bedeutung für das Verständnis von Schieles Umfeld einordnet.
Moderation: Matti Bunzl
Abbildung von Anton Peschka, Krumauer Stadtlandschaft, 1920, Foto: Birgit und Peter Kainz, Wien Museum
