Die Donauinsel – Infrastrukturen im Grünen
22. Mai 2026, 16:00–18:00
Die Donauinsel – Infrastrukturen im Grünen
22. Mai 2026, 16:00–18:00
So naturnah die Donauinsel auf den ersten Blick auch erscheinen mag, sie ist zugleich Teil der sogenannten „Stadtmaschine“. Das Areal bis zum linken Ufer der Neuen Donau beherbergt neben seiner primären Funktion des Hochwasserschutzes auch weitere Infrastrukturanlagen von gesamtstädtischer Bedeutung. Selbst, wenn diese nicht unsichtbar sind und sich unter der Oberfläche verbergen, scheinen sie sich bemerkenswerterweise mit der intensiven Freizeitnutzung des Gebiets gut zu vertragen. Und ohne das Regulierungsprojekt Donauinsel und Neue Donau wären sie wohl nicht, nicht hier oder nur mit deutlich größerem Aufwand sowie gegen massive Proteste errichtet worden.
Dazu gehören der linke Donau-Sammelkanal mit dem Pumpwerk, das die Abwässer der großen transdanubischen Bezirke nach Simmering abführt, die Donauufer-Autobahn A22 als Teil des hochrangigen Straßennetzes in Österreich sowie Anlagen zur Trinkwassergewinnung, welche die Hochquellenleitungen ergänzen. Zudem queren und prägen zahlreiche Brücken die Insel. Sie ermöglichen eine rasche Erreichbarkeit aus allen Teilen der Stadt, und manche von ihnen wie die Reichsbrücke oder die Brigittenauer Brücke haben auch eine wechselvolle Geschichte.
Im Zuge des Rundgangs werden einige dieser Infrastrukturstandorte in fußläufiger Distanz besucht und erläutert. Dabei sollen auch nicht-realisierte Projekte wie die Idee eines Zentralbahnhofs auf der Donauinsel oder die geplante EXPO ´95 zur Sprache kommen.
Abbildung von Georg-Danzer-Steg mit U6-Station an der Neuen Donau, 2025, Foto: Klaus Pichler | Wien Museum
