Johan Hartle - Das Rote Wien zwischen Architekturästhetik und politischer Philosophie
5. Mai 2026, 18:30–20:00
Johan Hartle - Das Rote Wien zwischen Architekturästhetik und politischer Philosophie
5. Mai 2026, 18:30–20:00
Die politische Bewertung der sozialpolitischen und baukulturellen Leistungen des Roten Wien ist nicht so einfach, wie es in der lokalgeschichtlichen Folklore den Anschein hat.
Johan Hartle, Rektor der Akademie der bildenden Künste Wien, rekonstruiert mit seinem Essay verschiedene ästhetisch-politische Deutungsmuster, die in der Diskussion von Architektur und Politik des Wiener Sozialismus eine Rolle gespielt haben.
Wie sind proletarische Wohnformen dem eigenen politischen Anspruch gerecht geworden? Wie artikuliert sich der Anspruch der Transformation des Kapitalismus mit der Integration der Arbeiterklasse?
Über die gut sortierte Materialsituation zum Roten Wien hinaus ergibt sich auf diese Weise eine theoretische Position zwischen Architekturästhetik und politischer Philosophie.
Das Buch “Die Sichtbarkeit des Proletariats. Architektur und Ideologie im Roten Wien” erscheint bei Mandelbaum.
Das Gespräch mit Johan Hartle führt Matti Bunzl.
Johan Hartle ist Rektor der Akademie der bildenden Künste Wien. Lehr- und Forschungstätigkeiten u. a. in Münster, Amsterdam, Rom, Karlsruhe und Hangzhou. Publikationen (Auswahl): Der geöffnete Raum (2006), Aesthetic Marx (2018, hg. mit S. Gandesha), Universale Vermittlung (2025, mit G. Schweppenhäuser).
Abbildung von Johan Frederik Hartle © Theresa Wey
