Menschen stehen zwischen Trümmern vor der demolierten Staatsoper

Die verwundete Stadt – Wien 1945 in Wort und Bild

18. März 2026, 18:30–20:00

Wien Museum, 1040 Wien, Karlsplatz 8

Die verwundete Stadt – Wien 1945 in Wort und Bild

18. März 2026, 18:30–20:00

Wien Museum, 1040 Wien, Karlsplatz 8
Kategorie: Gratis
Kategorie: Vortrag
Kategorie: Allgemeine Programme

Carl E. Schorske Lecture des Internationalen Forschungszentrum Kulturwissenschaften (IFK)

 

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs im Frühling 1945 war Wien, wie viele europäische Städte, von massiven Zerstörungen geprägt. In der Literaturwissenschaft setzte sich dennoch früh die Ansicht durch, dass Österreich – im Unterschied zu Deutschland mit Autoren wie Heinrich Böll und Wolfgang Borchert – keine eigene Form der Trümmerliteratur hervorgebracht habe.
 
In ihrem Vortrag stellt die amerikanische Germanistin Alys George diese Position zur Diskussion. Anhand bislang wenig beachteter Autorinnen der unmittelbaren Nachkriegszeit, darunter Alma Holgersen, Susanne Wantoch und Dorothea Zeemann, zeigt sie, dass die Erfahrung der Trümmer auch in Österreich ein zentrales literarisches Thema war. Die materiellen und gesellschaftlichen Zerstörungen prägten das künstlerische Schaffen ebenso wie den Alltag der Bevölkerung.
 
Achtzig Jahre nach Kriegsende plädiert George für eine Neubewertung der österreichischen Literatur und Kultur der ersten Nachkriegsjahre.

 

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit Internationalen Forschungszentrum Kulturwissenschaften/Kunstuniversität Linz in Wien statt.

 

Alys George ist Professorin für Germanistik an der Stanford University in Kalifornien. Sie forscht zur deutschen und österreichischen Literatur vom 19. bis 21. Jahrhundert, zur Kultur- und Bildgeschichte, mit Schwerpunkt auf Moderne und Nachkriegszeit. Ihre Arbeit verbindet Literaturwissenschaft mit Medical Humanities, Körpergeschichte, Film, Fotografie, Tanz, Performance- und Printkulturen.

 

Sie ist Autorin des Buches The Naked Truth: Viennese Modernism and the Body (2020). Aktuell befasst sie sich mit der Besatzungszeit in Österreich, transnationalem mitteleuropäischem Modernismus und Frauen im Wien der Zwischenkriegszeit.

 

Hinweis:
Anmeldung erforderlich
Dauer:
ca. 60 Minuten
Kosten:
gratis
Treffpunkt:
Im Veranstaltungsraum, 3. OG
Anfahrt
Öffentliche Verkehrsmittel (Wiener Linien) Öffnet externe Seite
Auf Google Maps zeigen Öffnet externe Seite

 

Abbildung von Kriegszerstörungen an der Staatsoper, 1945, Foto: Birgit und Peter Kainz, Wien Museum 

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