Vedran Džihić – Jeder ist jemand
19. Mai 2026, 18:30–20:00
Vedran Džihić – Jeder ist jemand
19. Mai 2026, 18:30–20:00
Vedran Džihić analysiert den neuen Autoritarismus und blickt dabei – durchaus auch mit einer persönlichen Note – vom europäischen Osten und Südosten über den Westen Europas in die USA.
Der führende österreichische Politikwissenschaftler zeigt in seinem neuen Buch „Jeder ist jemand”, wie vermeintliche „starke Männer“ und ihre Bewegungen Institutionen aushöhlen, Wahrheit relativieren und ganze Bevölkerungen entlang von Freund-Feind-Schemata spalten.
Doch das Buch bleibt nicht bei der Diagnose, sondern bietet eine Anleitung zum mutigen Handeln wider die Resignation.
Džihić verweist auf die Kraft der Vielen in ganz Europa: von den Protesten in Serbien, Ungarn und Georgien über das zivilgesellschaftliche Engagement in Österreich bis hin zu den Aktivist:innen in autoritären Staaten. Sie alle machen deutlich, wofür es sich in Zeiten von Orbán, Vučić, Trump und europäischen Rechtsextremen zu kämpfen lohnt.
Die zentrale Botschaft: Demokratie ist nie selbstverständlich, sondern ein dauerndes Projekt, das unseren Einsatz erfordert. Gelingen kann es nur mit Mitmenschlichkeit und Zuversicht.
Das Buch „Jeder ist jemand. Der Kampf um Freiheit und Demokratie” erscheint bei Kremayr & Scheriau.
Das Gespräch mit Vedran Džihić führt Matti Bunzl.
Vedran Džihić wurde 1976 in Prijedor, Bosnien und Herzegowina, geboren. 2009 schloss er sein Doktorat in Politikwissenschaften an der Universität Wien ab. Heute ist er Senior Researcher am Österreichischen Institut für Internationale Politik (oiip) und unterrichtet an der Universität Wien.
Džihić ist Initiator zahlreicher politischer und zivilgesellschaftlicher Initiativen in Österreich und Südosteuropa. Er gehört zu den gefragtesten Balkan Experten im deutschsprachigen Raum, kommentiert dazu in internationalen und nationalen Medien und veröffentlicht regelmäßig Essays.
Abbildung von Vedran Džihić, Foto: Stephan Ozsváth
