Am Puls der Stadt

2000 Jahre Karlsplatz

29. Mai – 26. Oktober 2008

Am Puls der Stadt

2000 Jahre Karlsplatz

29. Mai – 26. Oktober 2008
Kategorie: Archiv

Kraftort Karlsplatz

 

Der Karlsplatz ist seit Jahrhunderten eine der wichtigsten Drehscheiben Wiens, ein Platz der Widersprüche, ein Stadtraum mit hoher Intensität. Aber auch ein unterschätzter Ort, der viele Geheimnisse birgt. Immer schon war das Areal vor den Stadtmauern ein Hoffnungsgebiet für neue urbane Nutzungen. Hier befinden sich einige der wichtigsten Kulturinstitutionen, darunter Musikverein, Künstlerhaus und Secession. Nirgendwo kreuzen sich so viele Wege, nirgendwo steigen täglich so viele Menschen um. Der Karlsplatz ist auch ein Tor zur "Unterwelt" der Stadt.
 

Zeitreise Karlsplatz

 

Kunstwerke ersten Ranges sind in der Ausstellung ebenso zu sehen wie kulturhistorische Raritäten. Eine Ausstellung als Fortsetzungsgeschichte, über zwei Jahrtausende hinweg: In zwölf Zeitschnitten werden permanente Veränderung und Funktionswandel deutlich. Innovative 3D-Computer-Animationen und Modelle begleiten die Zeitreise.

Die Bezeichnung "Karlsplatz" ist relativ jung: Sie ergab sich vor 110 Jahren mit der Einwölbung des Wienflusses und der Idee, die Fläche städtebaulich in den Griff zu kriegen. Vorher war das Gebiet eine Naturlandschaft, die Schritt um Schritt zur Kulturlandschaft transformiert wurde.

Hier klapperten Mühlen und wurden Tote begraben, hier standen die Kanonen der Türken, hier wurde mit der Karlskirche die Macht der Habsburger demonstriert. Und hier befand sich die schönste Brücke Wiens.
 

Experimentierfeld Karlsplatz

 

Seit über 100 Jahren ist der Karlsplatz ein Experimentierfeld der Moderne. Hier konzentrierten sich seit der Gründerzeit städtebaulichen Leitbilder und Visionen – aber auch Konflikte.

Vieles blieb provisorisch und umstritten, immer war der Karlsplatz "unfertig", eine Restfläche für Utopien. So blieb er ein offener Ort mit Potenzial für die Zukunft.

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