Gelb/Gold

1 Slingpumps, um 1955

Leder

2 Damensonnenbrille, 1950er Jahre

Gelbe Kunststofffassung, grau ­getönte Gläser

3 Kettengürtel, Ende 1960er Jahre

Metall

Goldfarbene Gliedergürtel feiern regelmäßig ihr Fashion-Comeback. Als zeitlose Statement-­Pieces verleihen sie jedem schlichten Outfit einen Hauch von Glamour.

4 Trotinette Paris
Schneeanzug, 1986

Baumwolle, Polyester, wattiert

Nobel und chic zeigt sich der ­naturweiß-goldene Schneeanzug für zwei- bis dreijährige Mädchen. Das Stück steht im Gegensatz zu den oft neonfarbenen Skioveralls, wie sie viele Erwachsene in den 1980er Jahren trugen.

5 Regenüberschuhe, 1958/1960

Kunststoff

Die lichtgelben, durchsichtigen Überzieher bewahrten die Schuhe vor Nässe.

6 Wickelband, 1830

Baumwolle mit Kreuzstich­stickerei

Wickelbänder wurden zum Wickeln eines Babys, auch Faschen genannt, verwendet. Es war eine jahrtausendealte Praxis, das Baby fest mit Stoffbinden zu ­umwickeln, sodass es sich nicht mehr be­wegen konnte. Daher kommt auch die Bezeichnung Wickelkind.

7 Werbeschirm des Wiener Kaufhauses „Steffl“, 1970er Jahre

Nylon, Metall, Kunstleder

Orange gehörte zu den beliebten Farben der 1970er Jahre und bot sich in seiner Auffälligkeit perfekt für Werbematerialien an. Das Kaufhaus „Steffl“ wird seit 1961 so bezeichnet und ist nach dem Stephansdom als Wiener Wahrzeichen benannt. Es befindet sich nach Modernisierungen weiterhin an der Adresse Kärntner Straße 19.

8 Crocs
Crocs-Pantoffel, 2008

PCCR (wasserfester geschäumter Kunststoff) gegossen

Die „Crocs“ waren ursprünglich als Segelschuhe konzipiert. Sie sind rutschfest, wasserresistent, federleicht und passen sich durch die Körperwärme der Fußform an. Der kippbare Fersenriemen ­bietet festen Halt, der Schuh kann aber auch als Pantoffel getragen werden. Die Löcher sorgen für Belüftung und lassen das Wasser abfließen.

9 Humanic
Sandaletten, um 1970

Glattleder, Metall, Flechtband, Kunststoff, Kunstleder

Gelb gehörte zu den ungewöhnlichen Modefarben, die in den 1970er Jahren eine Renaissance erlebten. Die modischen Sandaletten aus gelbem Leder mit den Metallringen und dem Schnür­verschluss sind ein typisches Modell aus dieser Zeit.

10 Fächer, 1920er Jahre

Kunststoff, Baumwollseidenband, Metall

Bei dem hellgelben Fächer mit floraler Malerei handelt es sich um einen Brisé-Fächer. Er besteht aus einem zusammenschiebbaren Gestell aus gleichförmigen ­Stäben, die im oberen Teil durch ein Band, im unteren Teil durch einen Dorn zusammengehalten werden.

11 Abendtäschchen, 1960er Jahre

Lurexgewebe, Metall, Seidensatin

In den 1960er Jahren war das glitzernde Material Lurex im Trend und wurde in der Abendgarderobe häufig verwendet. Bei dem speziellen Modell intensivieren applizierte Kunststoffpunkte den goldenen Schimmer noch zusätzlich, um einen besonders luxuriösen Effekt zu erzielen.

12 Damenstrümpfe, 1920er Jahre

Viskose, Baumwolle

Mit den kürzer werdenden Rocksäumen wurden die Beine der Frauen erstmals öffentlich sichtbar. Die Strumpfhersteller reagierten schnell und boten nun eine Palette mutiger Farben – etwa ein leuchtendes Gelb – an, um die neue Freiheit der Frauen gebührend zu inszenieren.

13 B. Reschovsky

Spangenschuhe, 1920er Jahre

Leder, Perlen, Flitter, Strass

14 Automobilhut für Frauen, um 1905

Bastgewebe, Hutdraht, Seidentaft, Baumwollatlas

Helle Tellerkappen aus Bast­gewebe wurden mit einem Schal gebunden und gehörten zum fixen Outfit einer Automobilistin.

15 Bellezza
Pumps, um 1960

Leder

16 „Sparstrumpf“ (Geldtasche), 1900/1910

Baumwollgarn, Metall

In früheren Zeiten waren Sparstrümpfe ein gängiges Mittel zur Geldaufbewahrung. Das gelb-schwarze Modell zeichnet sich durch seine beachtliche Größe und einen stabilen Metallsteckverschluss aus.

17 Stiefeletten, um 1916

Baumwoll-Seidenveloursamt, Metallösen, Baumwoll-Seiden­satin, Leder

Ein Beispiel für den modischen Schuhtrend, bedingt durch die kürzer gewordenen Rocksäume, ist diese knöchelhohe honiggelbe Schnürstiefelette mit dem geschweiften Absatz.

18 Armreif, 1950er Jahre

Metall, Steine

Auffallender Modeschmuck kam in den 1950er Jahren in Mode. Goldfarbene breite Armreifen mit bunten Farbsteinen wurden sowohl zum Sommerkleid als auch abends zum Cocktailkleid getragen.

19 Badehaube, um 1870

Billroth-Batist, Wolllitzenbänder, Hutdraht

Billroth-Batist ist ein historischer, wasserdicht mit fettsaurem Blei imprägnierter Baumwollstoff. Das vom Chirurgen Theodor ­Billroth eingeführte Material diente als Wundverband und war ein wichtiger Beitrag zur modernen Chirur­gie und Hygiene. Das Stück zeigt auch, wie die Textilindustrie an sich modeferne Erfindungen aufgreift und als neue Stoffe für ­bestimmte Tätigkeiten, hauptsächlich Sportkleidung, integriert.

20 Stiefeletten, 1875/1880

Seidentaft, Leinen, Kunststoff, Leder

Sommerliche ­Seidenstiefeletten mit Cut-Outs gab es schon Ende des 19. Jahrhunderts. Die modi­schen, sandfarbenen Stiefel gehörten Helene Vetsera, der Mutter von Mary Vetsera. Die junge Baronesse ging als letzte Freundin von Kronprinz Rudolf in die Geschichte ein.

21 Wiener Goldhaube (Hornputzhaube), um 1780

Metallgespinstborte aus Japangold und gewellte Plage, bestickt mit Folien, Flitter, Bouillon, erhöhte Goldstickerei, geflochtene Schnüre aus Japangold

Die Goldhaubenmode als städtische Erscheinung entwickelte sich nach der Aufhebung der Kleider­ordnungen. Getragen wurden solche Hauben hauptsächlich von Frauen aus begüterten Familien, aber auch von reich gewordenen Köchinnen.

22 Badeanzug für junge Mädchen, 1920/1922

Baumwolltrikot, Kunststoffknopf

Der gelbe Badeanzug ist einer der ersten funktio­nellen Badeanzüge. Erst die 1920er Jahre brachten hier den Durchbruch. Es hatte lange gedauert, bis einteilige, tief ausgeschnittene Trikotanzüge mit angeschnittenen kurzen Beinen allgemein akzeptiert wurden – vorläufig einmal nur als Schwimmanzug.

23 Fächer, 1900/1910

Seidendreher, Faille, Metall­stickerei

Der Glanz des Fächers entsteht durch die Stickerei mit ­Goldfolien, Silber- und Goldflitter. Diese Fächerform wird auch als Ballonfächer bezeichnet. Seinen Namen verdankt der Fächer der Silhouette eines Heißluftballons. Die Form entsteht durch eine Verlängerung der Fächerstäbe zur Mitte hin.

24 Peeptoe-Abendsandaletten, um 1938/1939

Leder, Metall, Litzenband

25 Damenhäubchen, 1965/1970

Goldlurex

Gehäkelte Häubchen waren Ende der 1960er/Anfang der 1970er Jahre Ausdruck einer neuen, freiheitsliebenden Jugendkultur. Handgefertigt wurden sie zum Symbol für Individualität und standen auch für die Ablehnung von Massenware. Junge Frauen kombinierten sie zu fast allem – von der Glockenhose mit Folklore­bluse bis zum fließenden Maxikleid.

26 Damenstrohhut, um 1930

Dieser dunkelgelbe Strohhut, der sich wie eine Haube elegant auf eine Seite legt, ist ein exzellentes Beispiel für die besonders viel­fältigen und ausgefallenen Kopfbedeckungen der 1930er Jahre.

27 Adele List
Damenhut, 1955/1958

Stroh, Ripsband

Die Modistin Adele List gehörte zu den bedeu­tend­­sten Hutmacherinnen Österreichs. Sie experi­men­tierte oft direkt auf dem Kopf der Kundinnen und passte Hüte präzise an. Zahlreiche Wiener Schauspielerinnen und Sängerinnen trugen „Listhüte“. Ihren Salon in der Ecke Kärntner Straße/Ecke Krugerstraße gab es bis 1972.

28 Schuhwarenhaus Carl Stiller Berlin
Spangenschuhe, um 1910

Leder, Perlen, Flitter

Goldene Abendpumps wurden Ende des 19. Jahr­hunderts zum modischen Inbegriff für Ball­schuhe und haben nichts von ihrem Reiz verloren. In den ersten drei Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts dominierten Spangenmodelle, die beim Tanzen stabilen Halt boten und mit Stahlperlen, Goldflitter oder Strass verziert waren.

29 Damensonnenschirm, 1900/1920

Gelber Seidentaft, schwarz lackierter Holzstock, Knauf aus geflochtener Goldkordel, goldfarbene Metallmanschette

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