Gesprächskreise im Wien Museum

Dachboden, Keller, Speisekammer.
Geschichten vom Einlagern und Auslagern.

Im Gesprächskreis treffen sich SeniorInnen aus Wien einmal im Monat, um aus ihrem Leben zu erzählen und einander dabei zuzuhören. Unter fachkundiger Moderation werden persönliche Erfahrungen zu stadthistorisch interessanten Themen ausgetauscht. Im Hinblick auf die kommende Ausstellung zum boomenden Phänomen „Selfstorage“ (14. Februar bis 7. April 2019) widmen wir uns der Frage, wie sich Lagerräume und Lagergewohnheiten in der Stadt in den letzten Jahrzehnten verändert haben. Welche Dinge hat man früher in welchen Räumen gelagert? Welche dieser Orte sind verschwunden, welche neuen hinzugekommen?
 

Nächster Termin

Donnerstag, 28. Februar, 17 bis 19 Uhr
Wien Museum MUSA

Wo die Dinge wohnen - Erzählcafé

Welche Gegenstände hat man früher am Dachboden, im Keller und in der Speis gelagert? Wie haben sich Lagerräume und Lagergewohnheiten in der Stadt in den letzten Jahrzehnten verändert? Und wofür fehlt uns heute der Platz? In einem moderierten Gespräch lassen uns einige SeniorInnen an ihren persönlichen Erfahrungen zum Thema Aufbewahren und Aussortieren teilhaben. Auch das Publikum wird dazu eingeladen, mit eigenen Erinnerungen an dieser Reise durch die Alltagsgeschichte des Verstauens teilzunehmen.

Eine Anmeldung ist erforderlich!
 

Achtung: neuer Ort:

Wien Museum MUSA
1010 Wien, Felderstraße 6-8

Die Teilnahme ist kostenlos.


In Kooperation mit der „Dokumentation lebensgeschichtlicher Aufzeichnungen“ des Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Wien und der Fakultät für Interdisziplinäre Forschung und Fortbildung, Alpen-Adria Universität Klagenfurt.

Einlangende schriftliche Beiträge werden laufend auf der Erinnerungsplattform www.MenschenSchreibenGeschichte.at dokumentiert.
 

Ziel der Vermittlungsangebote

Ziel der Vermittlungsangebote des Wien Museums, zu denen auch die Gesprächskreise zählen, ist nicht nur Offenheit für aktuelle Fragestellungen und Themen, sondern auch durch Vergegenwärtigung der jüngsten Geschichte eine Verknüpfung von Ausstellungsinhalten mit der eigenen Biografie zu fördern. Geschichten und Erfahrungen der Besucherinnen und Besucher sollen mittels biografisch orientierter Bildungsangebote an die Ausstellungsobjekte und an das Museum rückgekoppelt werden. Das Wien Museum bietet sich hier als urbanes Diskussionsforum an.

Die „Dokumentation lebensgeschichtlicher Aufzeichnungen“ an der Universität Wien sieht sich seit ihrer Gründung Anfang der 1980er als ein Forum für biografieorientierte Forschungs- und Bildungsprojekte. Neben der Sammlung, Analyse und Edition lebensgeschichtlicher Erinnerungstexte haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Dokumentationsstelle wiederholt lebensgeschichtliche Gesprächskreise in Volkshochschulen und Pensionistenheimen initiiert und geleitet. Die Teilnehmer/innen werden dabei unterstützt, Bilanz zu ziehen und ihre eigene Biografie in die Zeitläufe des 20. Jahrhunderts einzuordnen.

Das Museum und seine Ausstellungen eröffnet beiden Seiten neue Gestaltungs- und Vertiefungsmöglichkeiten. Für die lebensgeschichtliche Erinnerungsarbeit bieten sich neue methodische Zugänge und Umsetzungsmöglichkeiten, für die museologische Arbeit liefern die Gesprächsrunden neue Erkenntnisse zur Bedeutungskonstruktion von Objekten.

Einige Gesprächskreise wurden transkribiert; die Texte können auf Anfrage eingesehen werden (guenter.mueller(at)menschenschreibengeschichte.at). Lebensgeschichtliche Erzählungen und Objekte aus dem Privatbesitz der Teilnehmer/innen wurden in Ausstellungen integriert.
 

Zielgruppe/n:

Alltags- und lokalhistorisch interessierte Seniorinnen und Senioren
 

Themen:

2019 Rotes Wien
2018 bis 2019 - Dachboden, Keller, Speisekammer - Geschichten vom Einlagern und Auslagern
2017 bis 2018 – Vom Schminken, Rasieren und Frisieren - Körperkult und Schönheitspflege in Wien
2016 - Arbeitswelten zwischen Küche, Werkbank und Schreibtisch
2015 - Geschichten aus dem Wiener Prater
2014 - Greißler, Markt und Shopping City - Kaufen in Wien
2013 - Vom Warten, Umsteigen und Weiterkommen - Bewegung in der Stadt
2011 bis 2012 - Generationen und Jugendkulturen
2010 - Gärten und Garteln in der Stadt
2008 - An den Rändern der Stadt
2007 - Daham oder: Wo die WienerInnen wirklich z’ Haus sind
2006 - Im Wirtshaus
2005 - Schöner Wohnen im Gemeindebau?
 

Kontakt:

Doku Lebensgeschichten
T: +43 (0)1/4277-41306
E: lebensgeschichten(at)univie.ac.at
Wien Museum
T: +43 (0)1/5058747-85180 (Mo-Fr, 9-14 Uhr)
E: service(at)wienmuseum.at