Gesprächskreise im Wien Museum

„Für das Leben lernen wir…“
Die Erfahrung mit dem Lernen

Im Gesprächskreis treffen sich SeniorInnen einmal im Monat, um aus ihrem Leben zu erzählen und einander dabei zuzuhören. Unter fachkundiger Moderation werden persönliche Erfahrungen zu stadthistorisch interessanten Themen ausgetauscht.
In den Gesprächsrunden im Herbst 2019 haben wir uns über das Lernen innerhalb und außerhalb der herkömmlichen Bildungsinstitutionen unterhalten. Die Schule regelmäßig zu besuchen konnte für manche ebenso lehrreich sein, wie dies bisweilen nicht zu tun. Erlebnisse und Eindrücke in fremden Umgebungen zu sammeln war ebenso Thema von Erzählungen wie menschliche Vorbilder im engeren persönlichen Umfeld.
Bei den kommenden Terminen im Frühjahr 2020 soll es nun darum gehen, wo Sie dies und jenes erlernt, wie Sie sich bestimmte Kenntnisse oder Fertigkeiten angeeignet haben – in der Schule oder auch anderswo.
Erinnern Sie sich noch genauer daran, wie Sie das Schreiben oder das Lesen erlernt haben? Was mussten Sie auswendig lernen? Was waren bzw. sind Ihre persönlichen Stärken und Schwächen: Sprachen, Mathematik, musische Fächer, Turnen …
Und wo haben Sie bestimmte soziale Regeln und Fähigkeiten gelernt? Woher wissen Sie, was sich für ein Mädchen „gehört“ oder was von einem jungen Mann erwartet wird? Erinnern Sie sich an bestimmte Aha-Erlebnisse, erste Begegnungen, Horizonterweiterungen – in der Familie, in Jugendgruppen, in der Tanzschule usw.
Haben Sie erst in späteren Jahren etwas entdeckt, das Sie mit Begeisterung gelernt haben? Welche „Lehren“ haben Sie von Ihren Vorfahren „mitbekommen“ und nehmen Sie sich manchmal auch ein Beispiel an Ihren Kindern und Enkeln?

Die Teilnahme an den Gesprächsrunden ist kostenlos, eine regelmäßige Teilnahme ist erwünscht. Interessierte sind herzlich willkommen!

Termine:

Montag, 16. März 2020, 14 bis 16 Uhr
Montag, 20. April 2020, 14 bis 16 Uhr
Montag, 11. Mai 2020, 14 bis 16 Uhr

Ort:

Wien Museum MUSA
1010 Wien, Felderstraße 6-8

Eine Anmeldung für den ersten Termin ist unbedingt erforderlich (begrenzte TeilnehmerInnenzahl): service@wienmuseum.at

 

In Kooperation mit der „Dokumentation lebensgeschichtlicher Aufzeichnungen“ des Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Wien und der Fakultät für Interdisziplinäre Forschung und Fortbildung, Alpen-Adria Universität Klagenfurt.

Einlangende schriftliche Beiträge werden laufend auf der Erinnerungsplattform www.MenschenSchreibenGeschichte.at dokumentiert.
 

Ziel der Vermittlungsangebote

Ziel der Vermittlungsangebote des Wien Museums, zu denen auch die Gesprächskreise zählen, ist nicht nur Offenheit für aktuelle Fragestellungen und Themen, sondern auch durch Vergegenwärtigung der jüngsten Geschichte eine Verknüpfung von Ausstellungsinhalten mit der eigenen Biografie zu fördern. Geschichten und Erfahrungen der Besucherinnen und Besucher sollen mittels biografisch orientierter Bildungsangebote an die Ausstellungsobjekte und an das Museum rückgekoppelt werden. Das Wien Museum bietet sich hier als urbanes Diskussionsforum an.

Die „Dokumentation lebensgeschichtlicher Aufzeichnungen“ an der Universität Wien sieht sich seit ihrer Gründung Anfang der 1980er als ein Forum für biografieorientierte Forschungs- und Bildungsprojekte. Neben der Sammlung, Analyse und Edition lebensgeschichtlicher Erinnerungstexte haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Dokumentationsstelle wiederholt lebensgeschichtliche Gesprächskreise in Volkshochschulen und Pensionistenheimen initiiert und geleitet. Die Teilnehmer/innen werden dabei unterstützt, Bilanz zu ziehen und ihre eigene Biografie in die Zeitläufe des 20. Jahrhunderts einzuordnen.

Das Museum und seine Ausstellungen eröffnet beiden Seiten neue Gestaltungs- und Vertiefungsmöglichkeiten. Für die lebensgeschichtliche Erinnerungsarbeit bieten sich neue methodische Zugänge und Umsetzungsmöglichkeiten, für die museologische Arbeit liefern die Gesprächsrunden neue Erkenntnisse zur Bedeutungskonstruktion von Objekten.

Einige Gesprächskreise wurden transkribiert; die Texte können auf Anfrage eingesehen werden (guenter.mueller(at)menschenschreibengeschichte.at). Lebensgeschichtliche Erzählungen und Objekte aus dem Privatbesitz der Teilnehmer/innen wurden in Ausstellungen integriert.
 

Zielgruppe/n:

Alltags- und lokalhistorisch interessierte Seniorinnen und Senioren
 

Themen:

  • 2020 Waschmaschine, Fernseher, Fax, Smart Phone - wie die Technik den Alltag verändert (Arbeitstitel)
  • 2019 Für das Leben lernen wir ...
  • 2019 Rotes Wien
  • 2018/2019 - Dachboden, Keller, Speisekammer - Geschichten vom Einlagern und Auslagern
  • 2017/2018 – Vom Schminken, Rasieren und Frisieren - Körperkult und Schönheitspflege in Wien
  • 2016 - Arbeitswelten zwischen Küche, Werkbank und Schreibtisch
  • 2015 - Geschichten aus dem Wiener Prater
  • 2014 - Greißler, Markt und Shopping City - Kaufen in Wien
  • 2013 - Vom Warten, Umsteigen und Weiterkommen - Bewegung in der Stadt
  • 2011/2012 - Generationen und Jugendkulturen
  • 2010 - Gärten und Garteln in der Stadt
  • 2008 - An den Rändern der Stadt
  • 2007 - Daham oder: Wo die WienerInnen wirklich z’ Haus sind
  • 2006 - Im Wirtshaus
  • 2005 - Schöner Wohnen im Gemeindebau?
     

Kontakt:

Doku Lebensgeschichten
T: +43 (0)1/4277-41306
E: lebensgeschichten(at)univie.ac.at
Wien Museum
T: +43 (0)1/5058747-85180 (Mo-Fr, 9-14 Uhr)
E: service(at)wienmuseum.at