Freitag


06.08


16:30 – 18:30

Stadterkundungen

„Türkenbelagerung“
1683 im Stadtbild Wiens



Anmeldung unbedingt erforderlich, Teilnahme gratis

Im Zentrum der Stadt Wien verdichtete sich die Erinnerung an die Zweite Türkenbelagerung. Bedrohung und Sieg wurden schon unmittelbar nach 1683 in Erinnerung gerufen. Seit dem 18. Jahrhundert wurden und werden von unterschiedlichen Vertretern der Gesellschaft (Staat, Kirche, städtisches Bürgertum sowie Delegationen der am Entsatz beteiligten Länder) Denkmäler gesetzt. Sie erinnern an die Ereignisse und Akteure von 1683, beziehen aber zugleich Stellung zur jeweiligen politischen Situation in der Zeit ihrer Errichtung und verraten die Interessen ihrer Auftraggeber.
Auf dem Stadtrundgang werden wichtige Denkmäler im 1. Bezirk, die zwischen 1738 und 1983 errichtet wurden, besucht, deren Entstehungsgeschichte und zeithistorische Relevanz vorgestellt.

Treffpunkt: 1010 Wien, Stephansplatz, Einfahrt zur Tiefgarage, vor der Kapistrankanzel
Dauer: 2 Stunden
Beschränkte Teilnehmer*innenanzahl, Teilnahme gratis

Johannes Feichtinger, Dr. phil. studierte an der Universität Graz und verbrachte als Forscher und Universitätslehrer lange Zeit in England und den USA, heute Historiker und Kulturwissenschaftler an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und Universitätsdozent für Neuere Geschichte an der Universität Wien; in seinen wissenschaftlichen Arbeiten verbindet er regional- mit globalgeschichtlichen Perspektiven, Schwerpunkte: Österreichische Geschichte, Gedächtnisgeschichte, Geschichte des Wissens.

Johann Heiss, Dr. phil, studierte an der Universität Wien klassische Philologie, Arabistik und Islamkunde sowie Kultur- und Sozialanthropologie; Feldforschungen in Saudi-Arabien, Jemen, Niederösterreich und Indonesien; war wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Sozialanthropologie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften; bis 2023 gemeinsam mit Johannes Feichtinger Leiter des vom österreichischen Forschungsförderungsfonds geförderten Projekt „Shifting Memories – Manifest Monuments“; 2011 bis 2019 Mitarbeiter im Spezialforschungsbereich „Visions of Community“ (VISCOM) in dessen Südarabien bezogenen Bereich.

FACING HISTORY

In FACING HISTORY, einer Serie von Stadterkundungen des Wien Museums von Frühling bis Herbst 2021, geht es um Erinnerung. Welche Menschen und Geschichten sind im öffentlichen Gedächtnis der Stadt sichtbar und in welcher Form – Denkmäler, Straßennamen, Gedenktafeln? Genauso wichtig: welche Biografien und Erfahrungen bleiben unsichtbar? Und warum?
Diesen Fragen geht FACING HISTORY mit Expert*innen nach. Vorbei an Mahnmalen der Ausgrenzung, Gewalt und Unterdrückung, hin zu Orten des Widerstands und des Empowerments, mit kritischem Blick auf „große“ Männer und Ereignisse, auf den Spuren des interkulturellen, Schwarzen, queeren, feministischen, vielfältigen Wien.

Dank der großzügigen Unterstützung des Vereins der Freunde des Wien Museums sind alle Stadterkundungen kostenlos. Teilnahme nur mit Voranmeldung


Guide: Johann Heiss und Johannes Feichtinger

KEINE ANMELDUNG MEHR MÖGLICH!

 


ANFAHRT