Mittwoch


13.10


18:30

Veranstaltung, Event

Online-Eröffnung
Auf Linie. NS-Kunstpolitik in Wien



Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler,
Wien Museum Direktor Matti Bunzl
und die Kuratorinnen Ingrid Holzschuh und Sabine Plakolm-Forsthuber
eröffnen die Ausstellung AUF LINIE. NS-KUNSTPOLITIK IN WIEN am 13. Oktober 2021

Folgen Sie der Eröffnung und einem Rundgang durch die Ausstellung ab 18.30 Uhr unter:
https://us02web.zoom.us/j/87645173233

Nach dem „Anschluss“ Österreichs am 12. März 1938 wurden vom NS-Regime alle  Kunstvereine zwangsweise aufgelöst. Ab nun übernahm die Reichskammer der bildenden Künste (RdbK) per Gesetz die Kontrolle über die Künstler*innen und das NS-Kunstgeschehen. Die Mitgliedschaft war für alle Künstler*innen verpflichtend und Voraussetzung für die Berufsausübung. Personen jüdischer Herkunft, politisch Andersdenkenden und der künstlerischen Avantgarde blieb die Aufnahme verwehrt.

Von rund 3 000 Künstler*innen haben sich die Mitgliederakten der NS-Reichskammer erhalten, die erstmalig in einem größeren Kontext beforscht wurden. Das neue Quellenmaterial ermöglicht Einblicke in die politischen Machtstrukturen, Abläufe, Netzwerke und die künstlerische Haltung des NS-Regimes, der Akteur*innen sowie ihrer Kunstwerke.

Die neuen Ergebnisse werden in der Ausstellung Auf Linie. NS-Kunstpolitik in Wien präsentiert. Originalobjekte und Dokumente geben Aufschluss über das Werk der Künstler*innen sowie die politische Propagandakunst. Das Wiener Kulturamt als wichtiger Auftraggeber und Initiator für die NS-konforme Kunst wird ebenso vorgestellt wie die Elite der NS-Kunst, die „Gottbegnadeten“. Ein Blick auf die Situation nach 1945 lässt künstlerische und personelle Kontinuitäten kritisch hinterfragen.

Eine Kooperation des Wien Museums mit der Berufsvereinigung der bildenden Künstler Österreichs, Landesverband für Wien, Niederösterreich, Burgenland.