Pratermuseum, Römermuseum und Uhrenmuseum des Wien Museums öffnen wieder ...


Freitag


16.07


16:30

Stadterkundungen

Black Lives Matter – wegweisender Schwarzer Widerstand in Wien



Anmeldung unbedingt erforderlich, Teilnahme gratis

Im Juni 2020 gingen in Österreich insgesamt 100 000 Menschen auf die Straße, um für die Rechte Schwarzer Menschen einzustehen und gegen anti-Schwarzen Rassismus zu kämpfen – allein in Wien gab es an einem Tag 50 000 Demo-Teilnehmer*innen. Wir führen zum Ausgangspunkt der mittlerweile legendären Demo – dem Marcus-Omofuma-Stein auf dem Platz der Menschenrechte in Wien – und erinnern uns zurück an die ersten Demonstrationen von Schwarzen Menschen und afrikanischen Communitys in Wien, die uns ganz stark mit dem Namen Marcus Omofuma verbinden. Doch wir besuchen auch zahlreiche weitere Orte, die die jahrzehntelange Widerstandsarbeit Schwarzer Menschen aufzeigen und ihre Kämpfe gegen Rassismus und Diskriminierung und für mehr Respekt und Lebenswürde hervorheben. Denn nicht erst seit letztem Jahr sind diese Themen in der österreichischen Geschichte verankert. Die Tour führt durch mehrere Bezirke und greift verschiedene Aspekte und Methoden des Schwarzen Widerstands auf, die in Wien seit Jahrzehnten zu finden sind.

Treffpunkt: 1070 Wien, Platz der Menschenrechte, Marcus-Omofuma-Stein, Mariahilfer Straße 1
Dauer: 2 Stunden
Beschränkte Teilnehmer*innenanzahl, Anmeldung ab 16. Juni 2021, 13 Uhr, online möglich, Teilnahme gratis

simon INOU studierte in Duala (Kamerun) Soziologie und in Wien Publizistik. Von 1992 bis 1995 war er Mitbegründer und Redakteur von „Le Messager des Jeunes“, der ersten Jugendzeitung Kameruns. Er flüchtete aus politisch-journalistischen Gründen nach Österreich, wo ihm Asyl gewährt wurde. INOU war Chefredakteur von Radio Afrika International in Wien (1998-2005), Mitbegründer und Chefredakteur von Afrikanet.info (2003 bis heute). Er war Koordinator diverser (Medien-)Projekte (u.a. für die „Wiener Zeitung“ und „Die Presse“), organisierte die „Medien.Messe.Migration“ (2008-2015) und gründete 2007 den Verein zur Förderung interkultureller Medienarbeit M-MEDIA. Mitarbeit an Projekten wie „Diskriminierungsfreie Schulbücher für Österreich“ und „AfrikanerInnen im KZ Mauthausen“. Zurzeit beschäftigt er sich im Rahmen des Projekts „3RRR - RESTITUTION, REHABILITATION and RECONCILIATION“ mit den Fragen der Restitution Afrikanischer Kulturgüter. Er ist bei Radio ORANGE 94.0 Leiter der Ausbildung sowie des Bereichs Diversity. Diverse Auszeichnungen, u.a. 2008 mit dem Bundes-Ehrenzeichen.

Vanessa Spanbauer arbeitet seit mehr als 10 Jahren als Journalistin in den Bereichen Print, online und TV. Ab 2016 war sie Chefredakteurin des Magazins fresh – Black Austrian Lifestyle, seit 2018 arbeitet sie als Redakteurin beim feministischen Magazin an.schläge. Als Historikerin war sie auch an Forschungsprojekten und Ausstellungen zum Thema Schwarze Menschen und Afrikaner*innen in Wien beteiligt. Derzeit arbeitet sie an dem Projekt „Koloniale Objekte an österreichischen Bundesmuseen“ im Auftrag des Technischen Museums Wien und kuratiert eine Ausstellung für Ende 2021 für das Volkskundemuseum Wien.

FACING HISTORY

In FACING HISTORY, einer Serie von Stadterkundungen des Wien Museums von Frühling bis Herbst 2021, geht es um Erinnerung. Welche Menschen und Geschichten sind im öffentlichen Gedächtnis der Stadt sichtbar und in welcher Form – Denkmäler, Straßennamen, Gedenktafeln? Genauso wichtig: welche Biografien und Erfahrungen bleiben unsichtbar? Und warum?
Diesen Fragen geht FACING HISTORY mit Expert*innen nach. Vorbei an Mahnmalen der Ausgrenzung, Gewalt und Unterdrückung, hin zu Orten des Widerstands und des Empowerments, mit kritischem Blick auf „große“ Männer und Ereignisse, auf den Spuren des interkulturellen, Schwarzen, queeren, feministischen, vielfältigen Wien.

Dank der großzügigen Unterstützung des Vereins der Freunde des Wien Museums sind alle Stadterkundungen kostenlos. Teilnahme nur mit Voranmeldung

Eine Teilnahme ist nur mit Anmeldung und einem gültigen 3-G-Nachweis möglich.


Guide: Vanessa Spanbauer und Simon INOU

 


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