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Josef Mikl
Das satirische Werk

1. Februar 2018 bis 1. April 2018

Wien Museum MUSA
1010 Wien, Felderstraße 6-8
T: +43 (0)1 4000 85169

Im Zentrum der Ausstellung über den österreichischen Maler Josef Mikl (1929-2008) steht ein einzigartiger Bestand von Skizzenbüchern, Textblättern, Episkopbildern und Heften, der durch eine Schenkung von Brigitte Bruckner-Mikl an das MUSA kam. In pointierten Darstellungen und bissigen Satiren reagierte Mikl auf seine Zeitgenossen und die Kunstszene dieser Zeit. Es entstanden abenteuerliche Geschichten wie etwa in den Skizzenheften „Wunderpferd“ und „Kulturtagung in Worpswede“. Mit seiner wohl bekanntesten Figur, der Journalistenfresserin Hawranek, schaffte er sich ein Ventil gegenüber Kritik: „Vor vielen Jahren, als die Erde noch flach war, zerbiss die Hawranek schon Zeitungen und Redakteure.“

Der Künstler trennte diese Gesellschaftssatire von seinem malerischen Werk, das mit den Decken- und Wandbildern im Großen Redoutensaal der Wiener Hofburg nach dem Brand von 1992 einen Höhepunkt erreichte.

Durch den in dieser Ausstellung gelegten Fokus auf das satirische Werk werden Mikls Persönlichkeit, seine Sicht auf Zeitgenossen und die Kulturszene näher beleuchtet.

Kuratorinnen:
Gabriele Baumgartner, Semirah Heilingsetzer

 

Josef Mikl
Das satirische Werk - Informationen

Pressestimmen

„Memoiren einer gefährlichen Journalistenfresserin […] Abseits davon, dass Mikls an Karl Kraus gemahnende Tiraden gegen die schreibende Zunft in ihrer herzhaften Rohheit sehr unterhaltsam sein können, hat die Schau im MUSA noch einen anderen Mehrwert: Weil der Künstler vielfach Zeitungsrezensionen inkludierte, bietet sich hier auch ein spannender Blick auf die Entwicklung der Kunstrezeption in den österreichischen Medien.“
Der Standard

„Statt Trump-Tweets: Bilder eines Journalistenhassers […] Die Ausstellung „JOSEF MIKL Das satirische Werk“ im Wiener MUSA […] führt in das fast obsessive Verhältnis, das der berühmte österreichische Maler (1929-2008) mit seinen Kritikern (ja, alles Männer) unterhielt. Mikl gehörte mit seinen gestisch-abstrakten Bildern zur Spitze der österreichischen Nachkriegsmalerei. Nebenbei sah er sich aber als Satiriker in der Tradition eines William Hogarth, eines Honoré Daumier oder eines Wilhelm Busch.“
Kurier

„Das Wien Museum präsentiert im MUSA die andere Seite Josef Mikls: das satirische Werk. […] Brigitte Bruckner-Mikl hat den Bestand an einzigartigen Skizzenbüchern, Textblättern und Heften ihres verstorbenen Mannes dem MUSA geschenkt, Ausstellung und Katalog versuchen, die noch lebenden Zeitzeugen einzubeziehen und den Wandel der Kunstkritik bis heute zu beleuchten.“
Wiener Zeitung

„Journalisten, insbesondere Kunstkritiker, waren Josef Mikls bevorzugte Zielscheibe.“  
Radio Ö1, Leporello

„Mit der Schenkung an das MUSA werden nun auch Skizzenbücher und –hefte präsentiert, die bisher der Öffentlichkeit weitgehend verborgen blieben.“
Kronen Zeitung

Hauptsponsor des Wien Museums

Wiener Stadtwerke
www.wienerstadtwerke.at