Elfriede Mejchar
Fotografien von den Rändern Wiens

23. Oktober 2008 bis 25. Januar 2009

Wien Museum Karlsplatz
1040 Wien, Karlsplatz 8
T: +43 (0)1 505 87 47

"Eine Landschaft, die sich selbst abhanden gekommen war", so beschrieb Elfriede Mejchar ihr Motiv, jene Stadtlandschaften an der südöstlichen Peripherie Wiens, die sie über Jahrzehnte hinweg nicht mehr loslassen sollten.

Die Ausstellung konzentriert sich auf die Stadtfotografin Elfriede Mejchar, mit wichtigen Zyklen von den 1960er-Jahren bis heute. Mejchar (geb. 1924) war Fotografin des Bundesdenkmalamtes, als sie begann, die Simmeringer Heide, das Erdberger Mais oder den Wienerberg zu erkunden – Gegenden, geprägt von Brachen, Gärtnereien, Schlachthäusern, historischen Industriebauten und einfachen Arbeiterwohnhäusern.

Hunderte von Aufnahmen entstanden in dieser Randzone zwischen Stadt und Land, deren unmittelbar bevorstehender Wandel in Autostraßen, Industriezonen, Bürokomplexe und Forschungslabors sich damals bereits abzeichnete und heute längst vollzogen ist.

Mejchars Interesse an dem, "was die Menschen so tun", ihr Blick für die Anzeichen und Spuren struktureller Veränderungen, hat bis heute angehalten und ein umfassendes fotografisches Werk zur "Stadtrandlandschaft" Wiens entstehen lassen: dokumentarische Bestandsaufnahmen, ästhetische Inszenierung des Vergänglichen oder, wie Mejchar sagt, "ein Bildermärchen, das nicht sagt, ,es war einmal‘, sondern ,so ist es‘."

Neben Mejchars bekanntestem Portfolio "Simmeringer Heide, Erdberger Mais" (1967–76) sind Arbeiten aus Serien wie "Wienerberger Ziegelöfen" (1979–81), "Triester Straße" (1982/83) oder "Aether ad narcosim. Chemiefabrik" (1989–91) zu sehen, aber auch Fotografien aus jüngster Zeit.

Elfriede Mejchar
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