Wien Museum Neu
die Ergebnisse des Architekturwettbewerbs

26. November 2015 bis 7. Februar 2016

1040 Wien, Karlsplatz 8
T: +43 (0)1 505 87 47
F: +43 (0)1 505 87 47 7201

Im Frühjahr 2015 startete ein internationaler, zweistufiger, anonymer Architekturwettbewerb zur baulichen Erweiterung des Wien Museums. Die Jury unter dem Vorsitz des Schweizer Architekten Emanuel Christ (Stellvertreterin: Elke Delugan-Meissl) kürte am 19. November 2015 das Siegerprojekt, das von Winkler + Ruck Architekten (Klagenfurt) mit Ferdinand Certov (Graz) stammt.

Zweitplatzierte des Wettbewerbs wurden Kim Nalleweg Architekten (Berlin), Dritte Ilg Santer Architekten (Zürich). Anerkennungspreise wurden Juri Troy Architects (Wien), Fiechter & Salzmann Architekten (Zürich) und Querkraft Architekten (Wien) zuerkannt. Insgesamt gab es 274 Einreichungen aus 26 Ländern (117 aus Österreich), 14 schafften es in die zweite Runde.

Die Aufgabenstellung für die bauliche Erweiterung ist überaus komplex: Der denkmalgeschützte Museumsbau von Oswald Haerdtl ist zu erhalten, wichtige Sichtbezüge zur Karlskirche sollen nicht beeinträchtigt werden. Als Baufeld wurde das Areal vor dem Museum ausgewiesen. Die Höhenerstreckung ist beschränkt, aber auch unterirdisch sind Erweiterung durch eine Tiefgarage und die Trasse der U4 Grenzen gesetzt. Die Nutzfläche des Museums soll von derzeit 6.900 auf 12.000 m² wachsen.

Das Raumprogramm enthält u. a. ein großzügiges Foyer mit Café, Dauerausstellungsflächen von 3000 m², mehrere Sonderausstellungsräume mit rund 1900 m², ein Museum für Kinder, Ateliers und Veranstaltungsräume, Vortrags- und Projekträume sowie einen „Wien-Raum“, der zur individuellen Vertiefung in die Stadtgeschichte einlädt. Auch Manipulations- und Logistikräume, Werkstätten, Lager und Depotfläche sowie die Verwaltung des Museums müssen untergebracht werden. Für das benachbarte „Winterthur-Gebäude“ waren Gestaltungsideen gewünscht.

Die derzeit akute Raumnot im 1959 eröffneten Museumsgebäude hatte 2007 zu einer ersten Machbarkeitsstudie für eine Erweiterung des Hauses geführt. Seit 2009 wurde über einen möglichen Neubau an anderer Stelle nachgedacht, das Hauptbahnhof-Areal war lange Zeit im Gespräch. Die Entscheidung, das Wien Museum am Karlsplatz durch einen Neubau zu erweitern, fiel 2013.

Die Präsentation zeigt alle 274 Einreichungen im Atrium sowie in einem weiteren Ausstellungsraum im Erdgeschoß bei freiem Eintritt.  Gezeigt werden Pläne, Visualisierungen und Modelle.

Ausstellungsarchitektur:
Mark Neuner, most likely

Grafik:
Caterina Krüger
 

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