FACE IT!
Porträts aus dem Frühjahr 2020

10. September 2020 bis 10. Januar 2021

Wien Museum Karlsplatz Open Air
1040 Wien, Karlsplatz 8
T: +43 (0)1 505 87 47

Fotografien von Elodie Grethen
Interviews von Peter Stuiber

Frühjahr 2020: Innerhalb kürzester Zeit verändert sich unser Leben durch Covid-19 radikal. Wir begegnen einander im Alltag „auf Distanz“, nehmen unsere Umwelt anders wahr. Im Auftrag des Wien Museums hält die Fotografin Elodie Grethen das sichtbarste Zeichen der Pandemie – das Tragen von Gesichtsmasken – fest und porträtiert Menschen mit Mund-Nasen-Schutz für die Museumssammlung. Parallel zu den Aufnahmen werden Interviews über das persönliche Erleben der Situation geführt: Fühlt man sich sicher oder bedroht? Welche Schutzmaßnahmen erachtet man als sinnvoll? Wie wirkt sich die Pandemie auf Beruf und Privatleben aus?

Die 18 Porträts entstanden von April bis Juni 2020, reichen also vom strengen Shutdown bis zu der weitgehenden Zurücknahme aller behördlichen Schutzmaßnahmen und dem Wiederansteigen der Fallzahlen. Grethens Bilder zeigen Menschen nicht nur aus den vielzitierten „systemrelevanten“ Berufen, sondern aus allen Teilen der Bevölkerung. Die Persönlichkeiten hinter der Maske vermitteln Zurückhaltung und Ernsthaftigkeit ebenso wie Zuversicht und Humor. Daraus ergibt sich ein Kaleidoskop des Alltags in Wien zwischen Ausnahmezustand und Routine: Momentaufnahmen aus einer Zeit, wie wir sie bis vor Kurzem für undenkbar gehalten hätten.

Kurator / Interviews:
Peter Stuiber

Fotografien:
Elodie Grethen

Ausstellungsgestaltung:
Robert Rüf

Ausstellungsgrafik:
solo ohne – Studio für Gestaltung

FACE IT!
Porträts aus dem Frühjahr 2020 - Informationen

Pressestimmen

„Die Künstlerin Elodie Grethen hat mit 18 Porträts aus dem Lockdown ein Stück Zeitgeschichte eingefangen.“
Eva Walisch, Die Presse, 10.9.2020

„Es ist Zeitgeschichte, die ab 10. September vor dem Wien Museum am Karlsplatz gezeigt wird. […] Viele Geschichten waren bewegend. Etwa jene des Augustin-Verkäufers, der zwei Wochen in einem Obdachlosenheim in Quarantäne war und dem zudem seine Habseligkeiten gestohlen wurden. Das setzt vieles in Relation", sagt Karadensky (Karina Karadensky, Produktionsleiterin, Anm. d. Red.). Homeoffice zum Beispiel.“
Katharina Zach, Kurier, 4.9.2020

„Künstlerin fordert zum Hinsehen auf – In der Porträt-Serie "Face it!", die ab Donnerstag am Bauzaun öffentlich zu sehen ist, legt Grethen die Erfahrungen der 18 Menschen mit dem Lockdown offen. Die bewusst frontale Komposition fordert die Betrachter auf, sich mit den Lebenswelten der Menschen auseinanderzusetzen. Unterschiede wie Gemeinsamkeiten werden so auf eine ausdrucksstarke Weise offenkundig.“
Simona Pinwinkler, Salzburger Nachrichten, 16.02.2020

„Maskenschau am Museumszaun – Das Wien Museum wird umgebaut, doch das setzt kreativen Köpfen keine Grenze. […] Porträtserie „Face it“ von Elodie Grethen und Peter Stuiber, die auf den Bildern beeindruckende Persönlichkeiten hinter der Maske zeigt.“
Kronen Zeitung, 9.9.2020

„18 Porträts von Stadtbewohnerinnen und – bewohnern mit Mund-Nasen-Schutz als Dokumente einer „sehr eigenartigen Zeit“ sind in einer neuen Schau vor dem Wien Museum zu sehen. […] Sie werden unter freiem Himmel am Rande der hauseigenen Großbaustelle am Karlsplatz gezeigt. […] Während Elodie Grethen fotografierte und versuchte, trotz Distanz „Menschlichkeit“ in ihre Bilder zu bekommen, […] führte Peter Stuiber Interviews darüber, wie die Menschen mit den radikalen Veränderungen im Alltagsleben umgehen. Somit kann man als Betrachterin oder Betrachter der großformatigen Porträts parallel auch über die persönlichen Erfahrungen, Ängste und Hoffnungen der Protagonisten – von Polizist bis Supermarktangestellte, von Lehrer bis Cafe-Kellnerin, von Augustin-Verkäufer bis Busfahrerin – lesen.“
ORF.at, 9.9.2020

„Baustelle beim Wien Museum wird Ausstellungsort – Die Fotografien sind wichtige Zeitdokumente, erklärt Wiens Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler anlässlich der Ausstellungseröffnung.“ 
Ö2 Wien / Stadtjournal, 9.9.2020