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Otto Wagner

15. März 2018 bis 7. Oktober 2018

1040 Wien, Karlsplatz 8
T: +43 (0)1 505 87 47
F: +43 (0)1 505 87 47 7201
E: office@wienmuseum.at

Otto Wagner (1841-1918) zählt zu den bedeutendsten Architekten an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert, seine Bauten gelten heute als Meilensteine auf dem Weg vom Historismus zur Moderne. Als erster trat Wagner für eine neue Baukunst ein, die auf Funktion, Konstruktion und Material basierte und sich konsequent das „moderne Leben“ zum Vorbild nahm. Die bis dahin vorherrschenden Stile der Vergangenheit verloren ihre Bedeutung. Von den Hütern der Tradition angefeindet, blieben viele von Wagners Projekten unausgeführt, so etwa sein Entwurf für ein Stadtmuseum am Karlsplatz.

Zum 100. Todestag Wagners präsentiert das Wien Museum das Gesamtwerk des „Weltstadtarchitekten“ in einer umfassenden Großausstellung, der ersten seit mehr als fünfzig Jahren. Der Schwerpunkt liegt auf Wagners Leben und Werk, in dem sich eine ganze Epoche der Wiener Kultur und Geschichte spiegelt: von der Ringstraße über das Fin de Siècle bis zum Ersten Weltkrieg. Einzigartige Objekte – kostbare Zeichnungen, Möbel, Modelle, Gemälde und persönliche Gegenstände – veranschaulichen die internationale Strahlkraft des Architekten.

Wichtige Stationen der Ausstellung sind die Wiener Stadtbahn, Wagners Rolle als „Vater“ der Moderne, seine unausgeführten Projekte für den Kaiserhof, der Kampf um das Stadtmuseum, Entwürfe für die „unbegrenzte Großstadt“ und nicht zuletzt seine beiden Hauptwerke, die Postsparkasse und die Kirche am Steinhof.

Die Mehrzahl der rund 500 Exponate stammt aus der Sammlung des Wien Museums, ergänzt um  hochkarätige internationale Leihgaben. Zahlreiche Objekte werden zum ersten Mal öffentlich zu sehen sein.

Zur Ausstellung erscheint eine reich illustrierte Publikation (544 Seiten), die neben zahlreichen Beiträgen renommierter Autorinnen und Autoren, das erste kommentierte Verzeichnis sämtlicher Bauten, Projekte und kunstgewerblicher Entwürfe Otto Wagners enthält.


KuratorIn:
Andreas Nierhaus, Eva-Maria Orosz

Ausstellungsarchitektur:
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Grafik:
Bueronardin


Otto Wagner Pavillon Karlsplatz

Das größte Infrastrukturprojekt Wiens um 1900 war die Stadtbahn, deren künstlerische Gestaltung Otto Wagner verantwortete. Im Jahr 1898 entstanden für die Station am Karlsplatz zwei identisch gestaltete Portalgebäude. Der westliche Pavillon beherbergt heute als Standort des Wien Museums eine kompakte Schau zu Leben und Werk Wagners.

Öffnungszeiten 2018:
15. März bis 31. Oktober, Di-So und Feiertag, 10 bis 18 Uhr

Otto Wagner Hofpavillon Hietzing

Otto Wagner entwarf bei der Stadtbahn-Station Hietzing einen eigenen Pavillon für Kaiser Franz Joseph und den „Allerhöchsten Hof". Der 1899 vollendete Bau erhielt ein unverwechselbares, repräsentatives Äußeres und eine kostbare Innenausstattung im Jugendstil.

Öffnungszeiten 2018:
17. März bis 31. Oktober, Sa und So, 10 bis 13 Uhr und 14 bis 18 Uhr

Mit einem gültigen Ticket der Otto Wagner-Ausstellung (ausgenommen Gratistickets) erhalten Sie freien Eintritt in beide Wagner-Pavillons des Wien Museums!


Weitere Otto Wagner-Ausstellungen:
Das MAK – Museum für angewandte Kunst zeigt von 30. Mai bis 30. September 2018 die Ausstellung „POST OTTO WAGNER. Von der Postsparkasse zur Postmoderne“. Mit einem Vollpreis-Ticket aus dem Wien Museum erhalten Sie im Ausstellungszeitraum ermäßigten Eintritt ins MAK.
Infos unter MAK.at

Das Hofmobiliendepot Möbel Museum Wien zeigt von 21. März bis 7. Oktober 2018 die Ausstellung „Wagner, Hoffmann, Loos und das Möbeldesign der Wiener Moderne. Künstler, Auftraggeber, Produzenten“.
Infos unter: www.hofmobiliendepot.at


Otto Wagner - Informationen

Pressestimmen

… Wozu eine Otto-Wagner-Ausstellung, ließe sich banausenhaft fragen, ganz Wien ist doch schon eine [….]  Dass Wagners Bauten ohnehin genug zu erzählen haben, war offenbar auch die Meinung so mancher Museen, denn auf die erste fundierte Ausstellung 1963 im historischen Museum der Stadt Wien folgte bis heute nichts Vergleichbares. Nicht nur deshalb ist die nunmehrige, von einem großartigen Katalog begleitete Schau des Wien Museums (bis 7.10.) durchaus epochal zu nennen.
(„Der Kurier“, Print-Ausgabe, Michael Huber, 16.3.20158)

Unglaublich auch, dass die letzte große Otto-Wagner-Ausstellung in Wien 55 Jahre her ist. Das spornt an, ins Wien-Museum zu gehen und auch den sensationell schönen Katalog zu lesen. Es ist vielleicht für viele die letzte Chance in ihrem Leben, Otto Wagners Werk derart fundiert präsentiert zu bekommen. Man sollte sie nützen.
(„Die Presse“, Print-Ausgabe, Günther Haller, 15.03.2018)

Es ist nicht nur aus dieser Geschichte heraus folgerichtig, dass die Ausstellung anlässlich des 100. Todestags von Otto Wagner in Oswald Haerdtls Bau von 1959 am Karlsplatz zu sehen ist. Das Wien-Museum verfügt schließlich über die weit größte Sammlung an Objekten aus dem Nachlass. Eine überwältigende Fülle an Zeichnungen, Modellen, Fotografien und Möbeln, die hier in solcher Pracht ausgebreitet wird, dass selbst 1000 Quadratmeter Ausstellungsfläche noch zu klein wirken.
(„Der Standard“, Print-Ausgabe, Maik Novotny, 11.3.2018)

Eva-Maria Orosz und Andreas Nierhaus bieten einiges auf, um den außerordentlichen Rang des vor 100 Jahren verstorbenen Otto Wagner sichtbar zu machen. Anhand von Zeichnungen, Publikationen, Modellen und Designobjekten erzählen sie den Weg eines gründerzeitlichen Unternehmers, der sich mit eigenen Wohnbauten auf dem Immoblienmarkt etablierte, bis hin zum Generalisten. […] Die Präsentation macht den ungeheuren Einfluss Wagners auf die Wahrnehmung Wiens sichtbar.
(„Falter“, Print-Ausgabe, Matthias Dusini, 28.3.2018)

Eine Wiener Schau zum 100. Todestag zeigt, wie der Architekt Otto Wagner die Moderne begründete. […] Vieles, was Otto Wagner gedacht, entworfen oder publiziert hat, wird ihm nicht zugerechnet. Das zeigt jetzt eine umfassende Ausstellung im Wien Museum, die zum ersten Mal seit Jahrzehnten Otto Wagners Gesamtwerk auffächert. […] Das Wien Museum kann aus dem Vollen schöpfen, besitzt es doch große Teile von Wagners Nachlass, zu sehen sind unzählige seiner atemberaubenden Architekturzeichnungen […], große Modelle, zeitgenössische Fotografien und Designobjekte […].
(„Süddeutsche Zeitung“, Print-Ausgabe, Laura Weissmüller, 22.3.2018)