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Mit Haut und Haar.
Frisieren, Rasieren, Verschönern

19. April 2018 bis 6. Januar 2019

1040 Wien, Karlsplatz 8
T: +43 (0)1 505 87 47
F: +43 (0)1 505 87 47 7201
E: office@wienmuseum.at

Die Gestaltung des Körpers zählt zu den wichtigsten und ältesten Kulturtechniken der Menschheit. Denn der Körper ist nicht einfach etwas von der Natur Vorgegebenes, sondern immer auch kulturell geformt und daher historisch wandelbar. Die Ausstellung „Mit Haut und Haar“ beschäftigt sich mit Praktiken und Bedeutungen moderner Körperpflege und Körpergestaltung seit dem 18. Jahrhundert, der Fokus liegt dabei auf Rasieren, Frisieren und Kosmetik, stets im Hinblick auf die spezifische Situation in Wien.

Der Wunsch nach der Gestaltung des eigenen Körpers hat im Lauf der Geschichte unterschiedlichste Techniken, Produkte und vor allem auch spezielle Berufe hervorgebracht, so etwa Barbiere, Friseure, Kosmetiker und Perückenmacher. Schönheit war also schon immer das Ergebnis von Arbeit. Wie man seinen Körper „herrichtet“, orientiert sich seit jeher an Normen, Konventionen und nicht zuletzt an Vorbildern. Ein prominentes Beispiel dafür ist Kaiserin Elisabeth, deren obsessiver Haar- und Schönheitskult zum Markenzeichen wurde. Schließlich geht es in der Ausstellung auch um die Symbolik bestimmter Moden und Stile, wie zum Beispiel den Bubikopf bei Frauen oder lange Haare bei Männern.


Kuratorin:
Susanne Breuss

Ausstellungsarchitektur:
propeller z

Grafik:
Larissa Cerny


Mit Haut und Haar.
Frisieren, Rasieren, Verschönern - Informationen

Pressestimmen

„Wie politisch können Frisuren und Bärte sein? […] Im Wien Museum widmet sich […] eine Sonderausstellung der vielfältigen Kulturgeschichte von Haut und Haar. Unter dem Motto „Frisieren, Rasieren, Verschönern“ hat Kuratorin Susanne Breuss Erstaunliches zutage gefördert.“
Stefan Weiss, Der Standard, Printausgabe, 21.4.2018

„Moden kommen und gehen, das ist gewiss, aber kaum je an einem Platz so deutlich dargestellt wie in der neuen Ausstellung im Wien Museum. […] Kuratorin Susanne Breuss kennt sich aus mit der Materie, allein das umfangreiche Begleitbuch lässt keine Problemzone unbeachtet. Aufgeteilt ist die Schau auf vier Kapitel, und wie es sich für ein Museum gehört, wurden da allerlei Raritäten aus der Sammlung zusammengesucht, darunter gar köstliche Exponate der technischen Frühzeit.“
Ernst P. Strobl, Salzburger Nachrichten, Printausgabe, 18.4.2018

„Schon beim Eingang kann man überprüfen, ob die Frisur eh sitzt. Und zwar immerhin im dreiteiligen Spiegel eines Toilettentischs von Oswald Haerdtl aus den 1950er Jahren. […] Beeindruckend ist die originale Nische aus dem Frisiersalon Marko in der Habsburgergasse. Der Tisch verfügt über kleine Lädchen, in denen die persönlichen Rasierutensilien der hohen Kunden verstaut wurden – etwa von Erzherzog Hubert.“
Christina Böck, Wiener Zeitung, Printausgabe, 19.4.2018

„Wie trugen Wiener früher ihre Bärte? Und seit wann Frauen kurze Haare? Das Wien Museum gibt in einer neuen Ausstellung Antworten. […] Sich herrichten: Dieser zutiefst wienerische Ausdruck für „sich schön machen“ ist das Leitmotiv, das sich durch die neue Ausstellung „Mit Haut und Haar“ im Wien Museum zieht. […] Das Museum hat zwar nie gezielt Objekte zu den Themen „Frisuren“ oder „Körperpflege“ gesammelt, dennoch ist Kuratorin Susanne Breuss fündig geworden und hat rund 500 Exponate ausgewählt, mit denen sich die Geschichte der Haar- und Hautpflege in Wien nacherzählen lässt.“
Mirjam Marits, Die Presse am Sonntag, Printausgabe, 15.4.2018

„Mit Haut und Haar. Frisieren, Rasieren, Verschönern rückt uns das Museum am Karlsplatz […] ans Leder und präsentiert Grooming seit dem 18. Jahrhundert.“
VOR Magazin, Printausgabe, April 2018