Bernard Bernatzik
18. März – 16. April 1987
Bernard Bernatzik
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Unbefangen und ohne Vorinformation durch den Künstler offerieren sich die Bilder Bernard Bernatziks als reizvolles Spiel helldunkler Effekte, als vielschichtige, freie Kompositionen. Man könnte sie für ästhetisch höchst raffinierte L´art pour l´art-Sücke halten, voll dicht-expressiver Atmosphäre, so, als hätten Piranesis "Carceri" oder die chaotischen Weltbilder Vedovas den Künstler besonders beeindruckt.
Doch Bernatzik hat uns in eine Falle gelockt. Auch wenn uns die einzelnen Werke als autonom und wohlkomponiert erscheinen -in ihrer Aquatintatechnik sind sie von hoher Perfektion-, so verfolgt der Künstler von sich aus andere Intensionen: Er strebt mit seinen Bildern "Inszenierungen" an, d.h., die Werke bestehen nicht alleine für sich, sondern sind Teile eines übergeordneten Ganzen, in dem sich Beziehungen ergeben und die endgültigen Absichten des Künstlers erkennbar sind.
Bernartik spricht von "offenen Kunstwerken", in denen zwar dem Künstler wie dem Betrachter die Freiheit der Interpretation offenstehen, wobei aber das allein für sich gültige Werk weitgehend in den Hintergrund tritt. "Was auf den Bildern ist, entsteht nicht innerhalb des jeweiligen Formates, sondern nur in Zusammenhang mit den anderen Bildern."
Bernatzik vermittelt keine Gefühle oder Stimmungen - dem steht er mit Skepsis gegenüber-, sondern die Möglichkeiten der Gestaltung in selbstgewählten Kategorien.
Wolfgang Hilger
Kurzbiographie
Bernard Bernatzik, geboren am 29. Jänner 1961 in Vöcklabruck/Oberösterreich | 1979 Matura in Traun/Oberösterreich | 1979-1983 Studium an er Akademie der bildenden Künste in Wien bei G. Hessing und J. Mikl | Philosophiestudium an der Universität Wien | seit 1983 an der Hochschule für angewandte Kunst bei H. Tasquil | Kompositionen im Bereich der experimentellen Musik | seit 1985 30 Musikwerke
Kontakt:
1090 Wien, Stroheckgasse 4/9
Tel.: 31 58 575