Römermuseum

1010 Wien, Hoher Markt 3
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Wie lebte man in Vindobona?

Vindobona: So hieß das Legionslager, das sich vor fast 2000 Jahren im Bereich der heutigen Wiener Innenstadt befand. Es diente der Sicherung der Nordgrenze des Imperium Romanum. Im Untergeschoß des Römermuseums sind Reste von zwei Tribunenhäusern zu sehen, die wichtigste römische Ausgrabung in Wien. Die Römer waren rund 350 Jahre im Wiener Raum, zur Blütezeit lebten hier über 30 000 Menschen – ein buntes Völkergemisch aus Römern, Einheimischen und Zuwanderern aus allen Teilen des Reichs. Einen Schwerpunkt der Ausstellung bilden die Bauten Vindobonas sowie das Alltagsleben der Soldaten und der Bevölkerung. Die 300 Exponate werden mit digitalen Rekonstruktionen ergänzt.

Thermen, Tavernen, Theater

Neben militärischen hatten die rund 6000 Soldaten auch administrative Aufgaben, außerdem waren sie als Handwerker tätig. Die Zeiten, in denen Frieden herrschte, dauerten länger als jene, in denen Kriege geführt wurden. In Vindobona standen den Legionären eine Reihe von Freizeiteinrichtungen zur Verfügung – von Tavernen und Bädern bis hin zu Bordellen.

Siedlungen und Lagervorstadt

Erstmals werden neben dem Militärlager auch die weiteren großen Siedlungen (Lagervorstadt, Zivilstadt) ins Blickfeld gerückt. Sie waren für die Versorgung mit Gebrauchs - gegenständen und Lebensmitteln wie Getreide, Speck oder Käse wichtig. Hier lebten auch die Familien der Soldaten. Seit dem Beginn der Ausgrabungen im späten 19. Jahrhundert kommen immer neue Zeugnisse der römischen Vergangenheit Wiens zutage. Sie erzählen von einer neuen römischkeltischen Mischkultur. Funde der wichtigsten Ausgrabungen sind im Römermuseum zu sehen.

Filme, Kinderstationen, Videoguide

Animationsfilme (unter anderem zur Wasserversorgung Vindobonas), Repliken zum Angreifen und ein Playmobil®- Legionslager: Das Römermuseum lädt ein, das Leben der Römer mit allen Sinnen zu begreifen. Für vertiefende Informationen steht ein Videoguide (Deutsch, Englisch, Gebärdensprache) zur Verfügung.

Video in Gebärdensprache ansehen (öffnet in einem neuen Fenster).
Weitere Informationen zur Barriefreiheit unserer Standorte




LICHT FÜR VINDOBONA

8. Wechselpräsentation im Römermuseum
30. April 2015 bis 3. April 2016

Informationskarte als pdf-Download

Glühbirne, Sparlampe oder lieber LED-Leuchte? Den meisten von uns ist die emotional geführte Debatte anlässlich der Abschaffung der herkömmlichen Glühbirne noch in Erinnerung. Sie zeigte, wie sehr Licht das Wohlbefinden des modernen Menschen beeinflusst!

Aber wie stand es zur Römerzeit um die Beleuchtung in einer Siedlung wie Vindobona? Waren die Straßen abends stockfinster?

  • Womit vertrieben die Römer die Dunkelheit im Haus?
  • Wie viel Licht spendeten die römischen Beleuchtungsgeräte?
  • Aus welchen Brennstoffen bezogen sie die nötige Energie?
  • Legten die Bewohner Vindobonas Wert auf gutes Design?

Die Ausstellung gibt Antworten auf diese Fragen und zeigt außerdem eine repräsentative Auswahl römischer Lampen aus Vindobona.

 

 

Römermuseum - Informationen