Mozartwohnung

1010 Wien, Domgasse 5
T: +43 (0)1 512 17 91 (Mozarthaus Vienna)
T: +43 (0)1 505 87 47 0
F: +43 (0)1 505 87 47 7201
E: office@wienmuseum.at

Die Mozartwohnung in der Domgasse Nr. 5, eine Außenstelle des Wien Museums, ist seit 27. Jänner 2006 Teil des "Mozarthaus Vienna". Die einzig erhaltene Wohnung des Komponisten bietet eine spielerische Mozart-Spurensuche mit pointiert ausgewählten Referenzobjekten.

Der Besucher beginnt seinen Rundgang durchs neue Mozarthaus im dritten Stock, wo er Details zu den Lebensumständen Mozarts in Wien erfährt. Die Präsentation im zweiten Stock beschäftigt sich vor allem mit dem Opernkomponisten Mozart.

Mit der Mozartwohnung des Wien Museums im ersten Stock betreten die Besucher die auratische Intimzone des Hauses – jene Räume also, in denen Mozart und seine Familie tatsächlich gelebt haben. Es handelt sich dabei um die vornehmste, größte und teuerste Wohnung, die Mozart jemals hatte – und die einzige Wiener Wohnung Mozarts, die erhalten geblieben ist. Sie besteht aus vier Zimmern, zwei Kabinetten und einer Küche. Mozart logierte hier von Ende September 1784 bis Ende April 1787. In diesen zweieinhalb Jahren entstanden zentrale Werke wie etwa "Le Nozze di Figaro".

Seit über 60 Jahren ist die Wohnung in wechselnder Gestaltung öffentlich zugänglich. Auf engem Raum wurde hier bisher ein möglichst "kompletter" Mozart angeboten. Mit dem Mozarthaus Vienna sind zwei zusätzliche Etagen hinzugekommen, in denen über Wien, Mozart und seine Musik im allgemeinen informiert wird. Der Fokus in der Mozartwohnung gilt daher, im Gegensatz zu früher, ausschließlich jener Zeit, die Mozart in der noblen Wohnung verbracht hat. Die zentrale Frage lautet: Wie hat Mozart und seine Familie in diesen Räumen gelebt und gearbeitet?

Die Faktenlage dazu ist allerdings dürftig, Möbel aus dem Besitz des Komponisten sind ebenso wenig erhalten wie eine genaue Beschreibung der Räume und ihrer damaligen Funktionen. Die Besucher und ihre Vorstellungskraft sind daher gefordert und werden in der Neupräsentation in einen spielerischen Dialog verwickelt.

Die "Spurensuche" wird von Geschichten und Hintergrundinformationen geleitet: Dies geschieht nicht nur mit Bildern und Dokumenten, sondern auch mit Modellen und Videos. Möbel und andere Gegenstände aus Mozarts Zeit fungieren als Hinweise auf die wahrscheinlichen seinerzeitigen Raumfunktionen. Beispiele dafür sind ein Spieltisch für Brettspiele wie Schach oder Trick-Track und eine prachtvolle Flötenuhr, die um 1796 hergestellt wurde. Letztere, ein absolutes Highlight der Mozart-Wohnung, spielt eine Variation des "Andante für eine Walze in eine kleine Orgel" (KV 616) – wahrscheinlich hat Mozart das Stück sogar für diese Uhr komponiert!

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