Münzen, Papiergeld und Medaillen

Dukatenklippe (ältestes Notgeld Österreichs),1529, Gold

Die Münzen- und Medaillensammlung des Wien Museums umfasst rund 20.000 Objekte. Zuständig für das Sammeln numismatischer Stücke war zunächst das Wiener Stadtarchiv, das ab dem Jahr 1863 verpflichtet war, eine ausschließlich aus Viennensia bestehende Münzen- und Medaillensammlung anzulegen. Als im Jahre 1887 das Historische Museum der Stadt Wien im neuen Wiener Rathaus eröffnet wurde, konnte bereits eine Viennensia-Medaillensammlung von einigen hundert Stück gezeigt werden. 

Der Medaillenbestand des Museums zeichnet sich durch hochwertige und seltene Stücke vor allem für die Zeit ab dem 18. Jahrhundert aus, als die Wiener Medaille eine herausragende künstlerische Bedeutung erlangte. Bei aktuellen Ankäufen bzw. Ergänzungen liegt der Fokus auf Medaillen aus dem Wiener Alltag aus den letzten Jahrzehnten.

Den Grundstock für die Münzensammlung bildete eine Schenkung des 1892 verstorbenen Malers Ignaz Spöttl, der Prägungen der Donaumonarchie aus der Regierungszeit Kaiser Maximilians I. (1493-1519) bis in die Zeit um 1890 gesammelt hatte. Anlässlich der Vorbereitungen zur Ausstellung „Vom Pfennig zum Euro. Geld aus Wien“ (2002) wurde die bisherige Geldsammlung systematisch ergänzt. Neben Münzen – vom mittelalterlichen Wiener Pfennig über Gulden und Kreuzer, Kronen und Heller, Schilling und Groschen bis hin zu Euro und Cent – finden sich hier nun auch zahlreiche Beispiele für Papiergeld von der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts bis zur Gegenwart.