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Sex in Wien.
Lust. Kontrolle. Ungehorsam

15. September 2016 bis 22. Januar 2017

1040 Wien, Karlsplatz 8
T: +43 (0)1 505 87 47
F: +43 (0)1 505 87 47 7201
E: office@wienmuseum.at

Sexualität und Stadt — eine ebenso lustvolle wie anstößige Beziehung. Nie zuvor haben sich Formen, Darstellungen und die Bewertung von Sex so stark verändert wie im Prozess der Urbanisierung. Die moderne Großstadt eröffnete Freiräume und versprach Anonymität, Auswege aus sozialer Kontrolle und die Erfüllung sexueller Wünsche. Zugleich schuf die Stadt neue Möglichkeiten der Überwachung, der Disziplinierung und der Kategorisierung von Sexualität.

Die Ausstellung „Sex in Wien“ erzählt anhand zahlreicher Beispiele vom 19. Jahrhundert bis heute, wie dieses stete Ringen um Verbot und Freiheit jeden Moment einer sexuellen Begegnung prägte und prägt — vom „ersten Blick“ bis zur „Zigarette danach“. Wer durfte wen auf welche Weise anschauen? Wer wen ansprechen? Welche Arten von sexuellem Begehren konnten offen ausgelebt werden, welche nur im Verborgenen? Und welche Konsequenzen musste man fürchten, wenn man erwischt wurde?

Deutlich wird dabei, dass es weder Moralpredigten, wissenschaftliche Systematisierung, noch polizeiliche Kontrolle je geschafft haben, all das zu reglementieren, was in den Schlafzimmern, in geheimen Räumen und in dunklen Ecken der Stadt seinen Platz gefunden hat.

Eine Ausstellung in Kooperation mit QWIEN - Zentrum für schwul/lesbische Kultur und Geschichte

Kurator_innen:
Andreas Brunner, Frauke Kreutler, Michaela Lindinger, Gerhard Milchram, Martina Nußbaumer, Hannes Sulzenbacher

Ausstellungsarchitektur:
koerdtutech

Grafik:
Bueronardin

Sex in Wien.
Lust. Kontrolle. Ungehorsam - Informationen

Pressestimmen

„Sowohl die Ausstellung als auch der umfangreiche Katalog spannen einen weiten Bogen. Gefolgt wird dabei der Choreografie eines Stelldicheins: das Anbandeln, das Vorspiel, der Akt, das Nachspiel, die Folgen.“
orf.at

„Mit der Schau wird erstmals ein kritischer Überblick geboten, der den Voyeurismus seines Themas mitbedenkt und die Erkenntnisse von feministischer und queerer Forschung miteinbezieht. […] Die Schau sucht nicht nur die Provokation und Kuriositäten, sie gräbt tiefer und macht anhand einer enormen Fülle an Archivfunden die zahllosen Kontrollmaßnahmen deutlich, mit denen die Lust der Geschlechter in sozial erwünschte Bahnen gelenkt werden sollte.“
Falter

„Die Ausstellung „Sex in Wien“ erläutert, wie sich die Sexualität in der Stadt verändert hat – und warum Verbote letztlich wenig bringen.“
Kurier