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Chapeau!
Eine Sozialgeschichte des bedeckten Kopfes

9. Juni 2016 bis 30. Oktober 2016

1040 Wien, Karlsplatz 8
T: +43 (0)1 505 87 47
F: +43 (0)1 505 87 47 7201
E: office@wienmuseum.at

Kleider machen Leute – und die Kopfbedeckung ist das sichtbarste visuelle Zeichen von Identität. Sie kann religiöse und politische Überzeugung oder geschlechtliche und kulturelle Zugehörigkeit vermitteln, sie ist Ausdruck von Macht und vom Aufbegehren dagegen, sie ist Statussymbol und Stigma, aber ebenso modisches Statement.

Die Revolutionäre von 1848 grenzten sich mit den Kalabreser von den reaktionären Zylinderträgern ab. In Schiebermützen erkämpften Sozialdemokraten die Emanzipation der Arbeiter, im „Ständestaat“ galt der Steirerhut als Symbol für Regimetreue. Wie brisant das Thema nach wie vor sein kann, beweist die aktuelle Debatte um das Kopftuch bei Musliminnen.

Die Ausstellung erzählt auch Wiener Modegeschichte: Wien war eine „Hutstadt“, nach 1870 boomte die lokale Produktion. Heute noch bildet die Modeschule Hetzendorf als einzige Schule im deutschsprachigen Raum ModistInnen aus. Aktuelle Kreationen haben in der Schau ebenso ihren Auftritt wie künstlerische Arbeiten „am Kopf“.

Idee und Konzept:
Michaela Feurstein-Prasser, Barbara Staudinger

Kuratorinnen:
Michaela Feurstein-Prasser
Andrea Hönigmann-Polly (Wien Museum)
Barbara Staudinger

Kuratorische Mitarbeit:

Regina Karner

Ausstellungsarchitektur:
polar÷

Ausstellungsgrafik und Katalog:
Maria-Anna Friedl

Werbemittel:
Larissa Cerny

Chapeau!
Eine Sozialgeschichte des bedeckten Kopfes - Informationen

Pressestimmen

„Welch Schatz ist da aus der größten Modesammlung Österreichs gehoben – vom breitkrempeligen Kalabreser aus Seidenfilz aus dem Jahre 1848 bis zum raffinierten Falthut der österreichischen Designerin Walli Jungwirth von 2015.“
Salzburger Nachrichten

„Eine hochpolitische Geschichte des bedeckten Kopfes erzählt die Schau „Chapeau“ im Wien Museum: Von revolutionären und reaktionären Hüten, einem Europa der befreiten Häupter und dem Kopftuch als neuen Kampfplatz.“
Die Presse